Neue Klage gegen Tagebau Hambach

Zwei Bagger auf dem Gelände des Tagebaus Hambach

Neue Klage gegen Tagebau Hambach

  • BUND will Tagebau gerichtlich stoppen
  • Gericht soll Gebiet als schützenswert einstufen
  • Bisherige Klagen erfolglos

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland hat am Freitag (20.04.2018) erneut Klage gegen den genehmigten Hauptbetriebsplan für den Braunkohletagebau Hambach eingereicht. Nach Meinung des BUND erfüllt der Hambacher Wald – der den Baggern weichen muss – die Kriterien eines europäischen Naturschutzgebietes.

BUND sieht Verstoß gegen Europarecht

Ein solches Waldgebiet müsse der Europäischen Union als schützenswert gemeldet werden, sagt BUND-Geschäftsführer Dirk Jansen. Die Genehmigung des Tagebaus durch die Bezirksregierung Arnsberg sei ein Verstoß gegen Europarecht. Mit der Klage wird sich demnächst wohl das Verwaltungsgericht Köln beschäftigen.

Bisher alle Klagen gescheitert

Der BUND versucht seit Jahren vergeblich, den Braunkohletagebau Hambach gerichtlich zu stoppen. Erst im November hatte das Verwaltungsgericht Köln eine Klage der Naturschützer gegen die Fortsetzung des Tagebaus abgewiesen.

Stand: 20.04.2018, 14:17