Städteregion Aachen: Erhöhte Dioxinwerte entlang der Inde

Warnschild Giftig: Totenkopf mit gekreuzten Knochen auf gelben Grund.

Städteregion Aachen: Erhöhte Dioxinwerte entlang der Inde

  • Bodenuntersuchungen auf Weideflächen
  • Akute Gesundheitsgefährdung wird ausgeschlossen
  • Jetzt werden auch Spielplätze untersucht

Bei der Untersuchung von Weideflächen in Eschweiler und Stolberg haben Gutachter am Donnerstag (07.02.2019) an vielen Stellen überhöhte Werte festgestellt. Das Amt für Verbraucherschutz, Tierschutz und Veterinärwesen hat daraufhin alle betroffenen Pächter informiert und Nutzungsbeschränkungen angeordnet.

Nutztiere dürfen nicht mehr weiden

Beispielsweise dürfen Tiere, die später geschlachtet werden sollen, nicht mehr auf diesen Weiden grasen. Auch geerntetes Gras und Heu darf bis auf Weiteres nicht verfüttert werden. Eine akute Gesundheitsgefährdung schließt das Amt aus. Dioxin sei nur dann gefährlich, wenn es mit der Nahrung aufgenommen werde. Zum Beispiel über Erde, das an rohem Obst oder Gemüse haftet.

Untersuchung von 60 weiteren Flächen

Die Städteregion will jetzt weitere Untersuchungen entlang der Inde bei Eschweiler und Stolberg starten. Dazu wird sie einen Auftrag an externe Experten vergeben. Sie haben die Aufgabe, neben Weiden auch Gärten und Kinderspielplätze zu untersuchen. Dort wurde nach Angaben der Städte zwar der Boden ausgetauscht, allerdings wurde bisher nicht gezielt die Dioxinbelastung gemessen.

Herkunft der Dioxine nicht bekannt

Wie es zu der Dioxinbelastung gekommen ist und wie lange sie überhaupt schon besteht, kann die Städteregion derzeit nicht sagen. Fachleute vermuten, dass über Industriebetriebe Dioxin in die Inde eingeleitet wurde. Bei Überschwemmungen lagerten sich die giftigen Rückstände dann im Boden ab. Ob man die Verursacher jemals ausfindig machen kann, ist momentan völlig offen.

Stand: 07.02.2019, 16:27