Schildbürgerstreich? Poller auf Gehwegen für Sehbehinderte

Sehbehinderte gehen mit einem Blindenstock über eine Ampel

Schildbürgerstreich? Poller auf Gehwegen für Sehbehinderte

  • Nettetal errichtet Poller und Schilder auf Blindenwegen
  • Opposition spricht bereits von Schilderbürgerstreich
  • Auch in Ratingen gab es schon ähnlichen Vorfall

In Nettetal im Kreis Viersen sind jetzt einige spezielle Gehwege für Sehbehinderte von gefährlichen Hindernissen unterbrochen. Dort wurden Poller und Schilder eingebaut, über die Blinde stolpern könnten. Die Gehwege sind mit speziellen Rillen- und Noppenplatten versehen, damit Sehbehinderte sich per Blindenstock den Weg besser ertasten können.

Opposition spricht von Schildbürgerstreich

Protest gegen die gefährlichen Poller und Schilder wurde schon geäußert. Die SPD-Fraktion spricht beispielsweise von einem Schildbürgerstreich und fordert die sofortige Entfernung der Stolperfallen. Die Stadt Nettetal hat auf WDR-Anfrage mitgeteilt, dass zumindest ein Schild auf dem Blindenleitsystem bereits abgebaut wurde.

Auch Ratingen patzte bereits bei Blindenleitsystem

Einen ähnlichen Vorfall gab es in diesem Jahr bereits in Ratingen. Dort wurde das Blindenleitsystem am neuen Busbahnhof durch Strommasten und Baumscheiben unterbrochen.

Stand: 12.10.2018, 06:02