Duisburger Neonazis randalierten in Bonn

Polizisten umringen Gruppe von Menschen auf einem Bahngleis

Duisburger Neonazis randalierten in Bonn

  • Ausschreitungen nach Neonazi-Demo am Samstag
  • Bonner Hauptbahnhof musste gesperrt werden
  • Rechtsextremisten aus Duisburg und Düsseldorf

Offenbar waren am Samstag viele Neonazis aus Duisburg an den Ausschreitungen am Bonner Hauptbahnhof beteiligt. Das haben WDR-Recherchen ergeben. Nach einer Demo in Remagen soll unter anderem der Duisburger Kreisvorsitzende der rechtsextremen Splitterpartei "Die Rechte" geprügelt haben.

Bahnverkehr wurde gestoppt

Ein Großaufgebot der Polizei hatte den Bonner Hauptbahnhof für mehr als eine Stunde abgeriegelt -  dafür waren wohl auch Duisburger Neonazis verantwortlich. Augenzeugen zufolge sei die Gewalt von den Rechtsextremen ausgegangen. Die sagen, sie seien von Linken angegriffen worden. Die Polizei ermittelt jetzt wegen Landfriedensbruchs. Auf Bildern der Auseinandersetzung ist zu sehen, wie der Vorsitzende einer jungen Frau ins Gesicht schlägt.

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Gewaltsame Auseinandersetzung mit Gegendemonstranten

Unter den Angreifern waren mindestens vier Neonazis aus Duisburg und einer aus Oberhausen. Sie kamen von einer Demo in Remagen. Hier zeigte sich der Kreisverband Duisburg mit einem Transparent.

Weil Gegendemonstranten die Demo-Route der Rechtsextremen blockierten, war die Stimmung zum Ende der Demo bereits sehr aufgeladen. Auf dem Gleis sollen Flaschen geflogen sein.

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Stand: 18.11.2019, 17:09

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