Besucheransturm im Nationalpark Eifel sorgt für Probleme

Der ''Wilde Weg'' im Nationalpark Eifel

Besucheransturm im Nationalpark Eifel sorgt für Probleme

  • 60 Prozent mehr Gäste als im vergangenen Jahr
  • Besucher verlassen Wege und übernachten im Wald
  • Erhöhte Waldbrandgefahr durch offene Feuer

Der Verwaltung des Nationalparks Eifel macht die ständig wachsende Zahl der Besucher Sorgen. Sie ist im Vergleich zum selben Zeitraum des vergangenen Jahres um 60 Prozent gestiegen. Doch viele Besucher halten sich nicht an die Regeln. Damit stören sie die Ruhe der Tiere und gefährden seltene Pflanzen.

Nationalpark besonders wegen Corona gut besucht

Die Parkverwaltung führt den Besucheransturm auch auf die Corona-Pandemie zurück. "Viele Menschen wollen in diesen Zeiten den Urlaub lieber in der Heimat verbringen. Und der Nationalpark erscheint da als ideales Freizeit-Ziel", sagt Martin Weisgerber von der Nationalparkverwaltung.

Beliebt sind die Wanderwege am Wilden Kermeter, die Wüstung Wollseifen oder die Wege entlang der Seen. Viele Wanderer verlassen aber die vorgeschriebenen Wege, obwohl das nicht erlaubt ist, und laufen querfeldein.

Offene Feuer erhöhen Waldbrandgefahr

Andere übernachten einfach im Park und wärmen sich abends an einem Feuer. Das ist aber ebenfalls verboten. Obwohl es in den vergangenen Tagen viel geregnet hat, ist die Waldbrandgefahr immer noch hoch. Das Wasser verdunstet an den Bäumen sehr schnell, sie sind weiterhin trocken. Ein paar Funken von einem Feuer oder eine weggeworfene Zigarettenkippe reichen schon aus, um einen verheerenden Waldbrand auszulösen. 

Stand: 12.07.2020, 15:07

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