Kurden-Demo hat Nachspiel für Kölns Polizeipräsidenten

Demonstranten halten Flaggen.

Kurden-Demo hat Nachspiel für Kölns Polizeipräsidenten

  • Kurdendemo in Köln wird politisches Nachspiel haben
  • Grüne und Linke fordern Erklärung des Kölner Polizeipräsidenten Jacob
  • Jacob wollte Demo verbieten

Der Polizei-Einsatz bei der Kurden-Demonstration am Samstag (19.10.2019) in Köln wird ein politisches Nachspiel haben. Politiker von Linken und Grünen kritisieren Äußerungen des Kölner Polizeipräsidenten Uwe Jacob. Der hatte davor gewarnt, dass Tausende gewaltbereite Jugendliche zu der Kundgebung erwartet würden und brachte ein mögliches Verbot der Demo ins Spiel.

"Demonstrationsrecht ein hohes Gut"

Das Demonstrationsrecht sei ein hohes Gut, sagte die Landtagsabgeordnete Berivan Aymaz von den Grünen am Sonntag (20.10.2019) dem WDR. Die integrationspolitische Sprecherin ihrer Fraktion verlangt im Innenausschuss des Landtages nun eine Erklärung zu den Äußerungen des Kölner Polizeipräsidenten.

Es müsse geklärt werden, woher die zugrunde liegenden Informationen kamen und es müsse geprüft werden, ob diese ernst zu nehmen waren. Die Aussagen der Kölner Polizei hätten jedenfalls zu massiver Unruhe in der kurdischen Community geführt, so Aymaz.

Am Samstag hatten gut zehntausend Menschen gegen den Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien demonstriert. Es blieb dabei aber friedlich.

Tausende Kurden protestieren gegen Militäreinsatz Aktuelle Stunde 19.10.2019 UT Verfügbar bis 19.01.2020 WDR Von Jochen Hilgers, Erik Butterbrodt

Stand: 20.10.2019, 17:49

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