Mutmaßliche IS-Terroristen in Düsseldorf vor Gericht

Zwei Polizisten sichern in Düsseldorf das Gebäude des Oberlandesgerichtes

Mutmaßliche IS-Terroristen in Düsseldorf vor Gericht

  • Prozessbeginn gegen drei mutmaßliche IS-Terroristen
  • 2015 als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen
  • Sie sollen im Irak Sprengstoffanschläge verübt haben

Vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht hat am Montag (03.06.2019) der Prozess gegen drei mutmaßliche Mitglieder des so genannten Islamischen Staates begonnen. Vor fast einem Jahr waren die 27- bis 29-jährigen Männer in Bottrop, Dortmund und einer bayrischen Gemeinde verhaftet worden. Zu den Vorwürfen haben sich die Angeklagten bisher nicht geäußert.

Unterschiedliche Vorwürfe gegen die Angeklagten

Die Bundesanwaltschaft wirft dem in Bottrop verhafteten Angeklagten vor, schon als Jugendlicher insgesamt 13 tödliche Sprengstoffanschläge im Irak verübt zu haben. Dabei gab es laut Anklage zahlreiche Tote, darunter Zivilisten, Angehörige des US-Militärs sowie irakische Soldaten und Polizisten. Der in Dortmund gefasste Mitangeklagte soll für die Terrormilz IS Propagandamaterial gefilmt und verbreitet haben. Dem dritten Mann wird vorgeworfen, Hinrichtungen auf einem Dorfplatz abgesichert zu haben.

Hinweis durch irakischen Landsmann

Den Hinweis auf die drei Männer haben die Behörden durch einen Iraker bekommen. Er soll mitbekommen haben, dass sich die Drei nach Deutschland abgesetzt hatten.

Das Oberlandesgericht hat bis zum 27. August 16 Verhandlungstage angesetzt.

Prozessbeginn gegen drei mutmaßliche IS-Terroristen in Düsseldorf

WDR aktuell 03.06.2019 00:29 Min. Verfügbar bis 03.06.2020 WDR 2 Von Martin Höke

Stand: 03.06.2019, 13:48