Sichergestellte Beweismittel

Ermittler zerschlagen mutmaßliche Drogenbande aus Kölner Raum

Stand: 31.01.2022, 12:20 Uhr

Nach rund einem halben Jahr verdeckter Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Köln zusammen mit Zollfahndern in Essen jetzt eine mutmaßliche Drogenbande zerschlagen. Dabei wurden Hunderte Kilo Drogen sichergestellt.

Die Ermittlungen gegen die siebenköpfige Gruppe liefen bereits seit dem vergangenen Sommer. Wie Staatsanwaltschaft und Zoll am Montag mitgeteilt haben, konnten Ermittler die Gruppe jetzt auf frischer Tat fassen. Nach der Auswertung verschlüsselter Mobilfunkgeräte haben die Fahnder am 20. Januar einen Lastwagen in einer Halle in Kerpen abfangen.

In dem Wagen konnten insgesamt 130 Kilo Marihuana und 20 Kilo Haschisch sichergestellt werden - versteckt unter einem doppelten Boden und im Fahrerhaus. Der 50 Jahre alte Fahrer sowie ein 22-Jähriger aus Bonn und ein 31-Jähriger aus Elsdorf wurden festgenommen.

Durchsuchungen in Bonn, Elsdorf, Dormagen und Köln

Sichergestellte Beweismittel

Sichergestellte Beweismittel

Die Ermittler konnten in den Wohnungen der Verdächtigen elektronische Beweismittel und Munition sicherstellen. Außerdem haben sie nach eigenen Angaben Hinweise zu einer "Bunkerwohnung" in Bonn gefunden. Hier haben die Beamten dann einen Tag nach der Festnahmen unter anderem einen Revolver mit 130 Patronen, ein Würgeholz und diverse Mobiltelefone gefunden.

Am Donnerstag (27.01.22) gab es in den Zusammenhang weitere Durchsuchungen in Köln, Dormagen und Elsdorf. Hierbei wurden mehr als 170.000 Euro Bargeld und fünf Luxusuhren sichergestellt. Damit steht jetzt auch der Verdacht der Geldwäsche im Raum. Ein 29-Jähriger aus Köln kam in Untersuchungshaft.

Laut Staatsanwaltschaft Köln sind damit aktuell drei von sieben mutmaßlichen Bandenmitglieder sowie der Lkw-Fahrer in Untersuchungshaft. Vier weitere Personen sind noch auf freiem Fuß.