Kölner Museum Kolumba wieder ohne Gerüst

Kolumba Museum sanierte Fassade

Kölner Museum Kolumba wieder ohne Gerüst

Von Heinz Horst

  • Feinste Risse in der Fassade
  • Lange Suche nach geeigneter Sanierungsmethode
  • Erzbistum investierte knapp 450.000 Euro

Erstmals seit drei Jahren ist die Fassade des Kölner Kunstmuseums Kolumba wieder ohne Gerüst und Planen zu sehen. Die aufwendige Sanierung konnte nun planmäßig abgeschlossen werden.

Sieben Jahre nach Eröffnung erste Risse in der Fassade

2007 wurde das neue Kolumba-Museum eröffnet. Es wurde auf dem Grundriss der zerstörten Kirche St. Kolumbas errichtet. Der vom Architekt Peter Zumthor entworfenen Museumsneubau ist mit zahlreichen Architekturpreisen ausgezeichnet worden. Doch bereits sieben Jahre nach der Eröffnung wurden in der Fassade zwischen den Backsteinen und den Fugen feinste Haarrisse entdeckt. Durch diese Risse drang immer wieder Regenwasser ein und der Putz platzte ab. Und so verschwand das Museum hinter Planen und Gerüsten. Experten testeten zunächst mehrere unterschiedliche Sanierungsmethoden, mit dem Ziel die offenporige Fassade zu erhalten.

Sanierung in zwei Abschitten

In zwei Abschnitten wurde seit August 2018 Feinst-Zement in die Fassade injiziert. So konnten die haarkleinen Risse zwischen Stein und Mörtel verschlossen und die Fugen wasserabweisend versiegelt werden. Es sei die optisch vertretbarste und wirtschaftlich vernünftigste Lösung gewesen, so ein Sprecher des Erzbistums Köln. Insgesamt mussten 2.400 m² Fassadenfläche behandelt werden.

Kolumba zeigt christliche Kunst

Montage: Hostienspende, Niederrhein, um 1480, und Epitaph für Paul Strauß, Werkstatt Friedrich Herlin, 1469

Hostienspende, Niederrhein, um 1480, und Epitaph für Paul Strauß, Werkstatt Friedrich Herlin, 1469

Das Erzbistum Köln hat in die Sanierung rund 450.000 Euro investiert. Das Kolumba wurde 1853 gegründet und ist neben dem Wallraf-Richartz-Museum das älteste Museum der Stadt. Die Sammlung zeigt christliche Kunst von der Spätantike bis zur Gegenwart. Im Erdgeschoss können Besucher zudem archäologische Ausgrabungen aus den 1970er Jahren besichtigen.

Stand: 13.06.2019, 09:25