Müngstener Brücke: Sanierung aufwendiger als gedacht

Müngstener Brücke: Sanierung aufwendiger als gedacht

Die Restaurierung der Müngstener Brücke könnte teurer werden und länger dauern als geplant. Es sind mehr Rostschäden aufgetreten als befürchtet.

Müngstener Brücke

Noch in diesem Jahr wollte die Bahn eigentlich mit den letzten Stahl- und Rostschutzarbeiten an der Müngstener Brücke zwischen Solingen und Remscheid fertig werden. Dieser Zeitplan scheint aber kaum zu schaffen. Grund sind viele Schäden im Stahlgerüst, mit denen vorher offenbar niemand gerechnet hatte. Immer wieder müssen Bauteile mit Stahlplatten verstärkt werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Brücke für die nächsten mindestens 70 Jahre hält.

Noch in diesem Jahr wollte die Bahn eigentlich mit den letzten Stahl- und Rostschutzarbeiten an der Müngstener Brücke zwischen Solingen und Remscheid fertig werden. Dieser Zeitplan scheint aber kaum zu schaffen. Grund sind viele Schäden im Stahlgerüst, mit denen vorher offenbar niemand gerechnet hatte. Immer wieder müssen Bauteile mit Stahlplatten verstärkt werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Brücke für die nächsten mindestens 70 Jahre hält.

Projektleiter Hans Günter Gewehr und die zuständigen Bahn-Ingenieure hatten zwar schon zahlreiche Stahlverstärkungen eingeplant. Dass unter dem alten Anstrich aber so viele unvorhergesehene Rostschäden zu Tage kommen, das hat sie überrascht. Risse im Stahl oder vom Rost verformte Teilen müssen sie ersetzen. 

Der ursprüngliche Zeitplan sah vor, die Brückensanierung in diesem Jahr abzuschließen. Allerdings muss noch einer der Brückenpfeiler und der gesamte Bogen neu gestrichen werden. Man sei auf der Zielgeraden, gibt sich der Projektleiter optimistisch. Allerdings schließt er nicht aus, dass es Mitte 2020 wird, bis alles fertig ist. 

Die Arbeiten am neuen Korrosionsschutz dauern bereits vier Jahren. Sämtliche Stahlteile werden zunächst gesandstrahlt, um die alte Farbe zu entfernen. Dann folgt eine Grundierung und der eigentliche Rostschutz in mindestens vier Farbschichten. Insgesamt sind 150 Tonnen Farbe notwendig, um das bergische Wahrzeichen vor Feuchtigkeit und Rost zu schützen.

Trotz der unerwarteten Verzögerungen sind die Verantwortlichen mit den bisherigen Arbeiten zufrieden. Die neu eingebauten Rollenlager, auf denen das obere Brückenbauteil mit den Gleisen liegt, funktionieren nach Angaben des Projektleiters einwandfrei. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember des vergangenen Jahres können auch wieder Güterzüge über die Brücke fahren.

Die Bahn hatte die Gesamtkosten für die Restaurierung der Müngstener Brücke mit 30 Millionen Euro beziffert. Nach WDR-Informationen könnte es am Ende allerdings teurer werden. Die Kostensteigerung wollte eine Pressesprecherin der Deutschen Bahn weder bestätigen noch dementieren. Abgerechnet werde am Schluss, so die Aussage. 

Stand: 04.02.2019, 13:15 Uhr