Nach dem Hochwasser: Müllsammelboot auf dem Rursee

Ein Boot im Rursee

Nach dem Hochwasser: Müllsammelboot auf dem Rursee

Die Sturzfluten von Urft, Kall und Rur haben tonnenweise Unrat in die Stauseen getrieben. Mit Spezialbooten wird jetzt die Wasseroberfläche gereinigt.

"Moringa" heißt das größere der drei Boote, das von dem Aachener Verein "Everwave" entwickelt wurde. Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) hat das Start-up um Unterstützung gebeten. Nach einer kurzen Reparaturpause fährt das Schiff wieder seine Bahnen. Am Heck ist die Steuerkabine, davor ein breiter Container, und vorne am Bug laufen Förderbänder, die alles, was auf der Wasseroberfläche schwimmt, ins Boot befördern. 20 Tonnen kann das Schiff pro Tag wegschaufeln.

Hunderte Kubikmeter Holz

Große Äste und Baumstämme, die ebenfalls auf dem Rursee treiben, sammeln zwei kleinere Boote ein. Sie haben vorne am Bug eine große Gabel. Diese hebt die Stämme leicht an, dann wird die Fracht zum Ufer transportiert. Hunderte Kubikmeter Holz sind bereits angefallen, berichtet der WVER. Bis zum Wochenende wird der Obersee gereinigt, dann werden die Boote umgesetzt zur Urfttalsperre und den Staubecken in Heimbach und Obermaubach.

Ein Boot sammelt Müll im Rursee auf

Ufer müssen von Hand gereinigt werden

In den Wochen darauf werden die Mitarbeiter des Wasserverbands dann noch die Ufer der Rurtalsperre säubern. Denn dort haben die Fluten Bauschutt, Waschmaschinen und weiteres Holz angeschwemmt. Diese Hinterlassenschaften müssen von Hand eingesammelt werden. Zunächst müsse aber der schlammige Boden abtrocknen, damit die Böschungen überhaupt sicher betreten werden können, sagte ein Sprecher. Welche Schäden ausgelaufene Öltanks in der Talsperre angerichtet haben, ist bisher noch nicht klar.

Ein Bagger sortiert Holz am Rursee

Stand: 28.07.2021, 14:10