Rhein-Sieg-Kreis: Müllspion soll Umweltsünder entlarven

Ein Mitarbeiter der Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft entleert eine Biomülltonne in einen Müllwagen.

Rhein-Sieg-Kreis: Müllspion soll Umweltsünder entlarven

Von Christian Avital

  • RSAG stattet Müllwagen mit Sensoren aus
  • Kreis Euskirchen nutzt System seit Jahren
  • Einsparpotential von 300.000 Euro

Jedes Jahr entstehen dem Kreis hohe Kosten, weil Verbraucher die Tonnen mit Metallen oder anderem Hausmüll falsch befüllen. Seit März wurde das System erfolgreich getestet und soll jetzt flächendeckend eingeführt werden.

Voll automatisches System

Einen Müllwagen hatte der Kreis bislang testweise mit dem Sensor ausgestattet. Soll eine Biotonne geleert werden, erkennen die Detektoren, ob sich darin Fremdstoffe wie Metalle befinden. Der Müllwagenfahrer erhält dann am Armaturenbrett einen entsprechenden Hinweis.

Die Tonne bleibt stehen und der Besitzer wird per Aufkleber darüber informiert, dass er die Tonne falsch befüllt hat. Er hat dann die Möglichkeit für eine kostenpflichtige Ersatzleerung zu sorgen oder den Müll neu zu trennen. Viele Gemeinden verhängen zudem ein Bußgeld von mindestens 25 Euro.

Was gehört wirklich in die Biotonne? Servicezeit 05.06.2019 00:56 Min. UT Verfügbar bis 05.06.2020 WDR Von Christian Lang

60.000 Euro pro Wagen

Die Sensoren kosten 60.000 Euro pro Fahrzeug. Der Hersteller verspricht, dass das System mindestens 15 Jahre hält. Der Kreis Euskirchen nutzt die Biomüll-Detektoren bereits seit einigen Jahren erfolgreich.

Der Kreis schätzt, dass er dank des Systems rund 100.000 Euro Kosten pro Jahr einspart, weil weniger Mitarbeiter mit der Kontrolle des Biomülls beschäftigt sind und der Biomüll einfacher kompostiert werden kann.

Der Rhein-Sieg-Kreis geht davon aus, mit Hilfe der Sensoren bis zu 300.000 Euro im Jahr einsparen zu können. 

Stand: 29.08.2019, 14:29

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