Müllgebühren: NRW-Städte im Vergleich oft teuer

Müllgebühren: NRW-Städte im Vergleich oft teuer

Von Frank Überall

  • Bundesweite Müllgebühren-Studie
  • Müllgebühren in NRW im Vergleich hoch
  • Leverkusen hat mit die höchsten Gebühren

In den NRW-Großstädten zahlen die Bürger vergleichsweise hohe Müllgebühren. Das geht aus einer bundesweiten Studie des Haus- und Grundbesitzerverbands vom Mittwoch (05.06.2019) hervor. In Bonn und Essen zahlt man vergleichsweise wenig für Mülltonnen-Leerung und Sperrmüll. Leverkusen ist eine der teuersten Städte in Sachen Müllabfuhr.

Insgesamt 100 deutsche Städte im Vergleich

Hohe Müllgebühren sind ein Ärgernis für die Haus- und Grundbesitzer, die nach 2016 nun schon zum zweiten Mal die entsprechenden Werte in 100 deutschen Großstädten verglichen haben. Betroffen sei davon nahezu jeder. Wer die Gebühren nicht als Eigentümer direkt zahlt, bekommt sie als Mieter über die Nebenkosten in Rechnung gestellt.

Leverkusen ist Schlusslicht

Diese Rechnungen fallen in Leverkusen besonders hoch aus. Die Kommune ist das bundesweite Schlusslicht. Im Durchschnitt muss ein Haushalt dort bis zu 770 Euro im Jahr an Müllgebühren bezahlen. In Bergisch Gladbach, Köln oder Aachen werden mittlere Werte erreicht. In den letzten drei Jahren haben sich in diesen Städten die Gebühren auch nicht deutlich verändert.

In Oberhausen, Bonn und Essen günstig

In manchen Kommunen jedoch scheint man das Problem seit der Studie aus dem dem Jahr 2016 angegangen zu haben. So sind die Abfallgebühren in Düsseldorf und Oberhausen deutlich gesunken. Am günstigsten wird die Mülltonne landesweit in Bonn geleert, knapp gefolgt von Essen.

Skepsis wegen Städte-Vergleiche

Kritiker in den Rathäusern bemängeln an der Studie, dass die Zahlen so kaum vergleichbar seien. In teuren Kommunen würden beispielsweise Weihnachtsbäume kostenfrei entsorgt.

 

Stand: 05.06.2019, 10:21

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