Ein Glas-Schaukasten mit Bildern und Informationen. Unter dem Kasten befindet sich einem Briefkasten.

Toter Säugling Rabea in Mönchengladbach: Mordanklage gegen Mutter

Stand: 04.10.2022, 11:39 Uhr

Im Frühling wurde in Mönchengladbach in einem Mülleimer an einem Park ein toter Säugling gefunden. Schnell war klar, dass das Mädchen eines gewaltsamen Todes gestorben war. Ermittler gaben ihm den Namen Rabea. Jetzt wurde Anklage gegen die Mutter erhoben.

Die Mutter soll ihr Kind laut Anklage an einer Tischkante erschlagen haben. Zum einen, um das Schreien des Babys zu beenden, zum anderen, um zu verheimlichen, dass sie Mutter geworden war. Nach ihrer Festnahme hatte die Frau die Tötung des Kindes gestanden. Das Mönchengladbacher Landgericht muss die Mordanklage jetzt noch zulassen, der Prozess könnte dann im November beginnen.

Rabeas Mutter wurde durch DNA-Test gefunden

Der Fall hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst, die Polizei ermittelte mit Hochdruck. Bald stand die Vermutung im Raum, die Mutter könnte im nahen Umfeld wohnen. Ein Schaukasten für anonyme Hinweise wurde aufgestellt, schließlich organisierten die Ermittler eine DNA-Reihentestung. Die Mutter ließ sich freiwillig testen und konnte so gefunden werden.

Totes Baby Rabea: Mutter festgenommen

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Umfeld will Schwangerschaft und Geburt nicht bemerkt haben

Rabeas Mutter war bei ihrer Festnahme 24 Jahre alt und wohnte zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder. Bei dem Vater des Babys handelte es sich um ihren Lebensgefährten. Sowohl er als auch die beiden Verwandten sagten aus, von der Schwangerschaft und der Tötung des Babys nichts gewusst zu haben.

Toter Säugling Rabea in Mönchengladbach: Mordanklage gegen Mutter

00:43 Min. Verfügbar bis 04.10.2023


Über das Thema berichtet die Lokalzeit aus Düsseldorf am 4.10.2022 auch im WDR-Fernsehen und auf WDR2.