Umstrittene Monsanto-Listen auch in Deutschland

Nahaufnahme Traktor sprüht Glyphosat auf einem Feld.

Umstrittene Monsanto-Listen auch in Deutschland

  • Monsanto-Listen auch in Deutschland
  • WDR-Recherchen bestätigen dies
  • Bayer hatte sich am Wochenende entschuldigt

Der US-Konzern Monsanto hat vor der Übernahme durch Bayer nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland umstrittene Listen mit Kritikern und Unterstützern erstellen lassen. Das ergaben am Montag (13.05.2019) WDR-Recherchen.

Der Leiter der Abteilung Public Affairs und Nachhaltigkeit bei Bayer, Matthias Berninger, erklärte es sei sehr wahrscheinlich, dass es derartige Listen EU-weit gegeben habe. Denn der Vertrag mit der beteiligten Kommunikationsagentur habe sich auf Europa erstreckt.

Am Wochenende hatte sich Bayer für die Praxis entschuldigt und angekündigt, eine externe Kanzlei mit einer Aufklärung der Vorfälle beauftragen zu wollen. In Frankreich laufen gegen den amerikanischen Saatgut- und Pestizidhersteller Vorermittlungen wegen illegaler Erfassung privater Daten.

Liste in Frankreich mit rund 200 Namen

Rund 200 Namen von Wissenschaftlern, Journalisten und Politikern sollen darauf stehen, darunter beispielsweise der von Ségolène Royal, Ex-Umweltministerin und Gegnerin des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat.

Stand: 13.05.2019, 16:30