Auch Monheim ruft Klimanotstand aus

Besucher einer Pressekonferenz halten ein Transparent mit der Aufschrift "Klimanotstand Ausrufen, jetzt!".

Auch Monheim ruft Klimanotstand aus

  • Monheimer Stadtrat ruft Klimanotstand aus
  • Nur CDU war dagegen
  • Stadt will Fuß- und Radwege ausbauen

Der Monheimer Stadtrat hat am Mittwochabend (25.09.2019) den Klimanotstand ausgerufen. Lediglich die CDU lehnte den Antrag des Naturschutzbundes Nabu ab. Für die Partei geht der Begriff Notstand zu weit.

Fuß- und Radwege sollen ausgebaut werden

Für ein besseres Klima will die Stadt unter anderem Fuß- und Radwege weiter ausbauen und den motorisierten Individualverkehr verringern. Vor Monheim hatten bereits zahlreiche andere Städte in der Region den Klimanotstand beschlossen. Danach müssen alle politische Entscheidungen vorab auf ihre Auswirkungen auf den Klimaschutz geprüft werden.

Klimanotstand: Kommunen für den Klimaschutz

WDR 5 Morgenecho - Westblick am Morgen 10.07.2019 03:56 Min. Verfügbar bis 08.07.2020 WDR 5 Von Marco Poltronieri

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"Klimanotstand" - symbolischer Akt oder echte Klima-Wende?

WDR 5 Quarks - Hintergrund 25.06.2019 08:07 Min. Verfügbar bis 24.06.2024 WDR 5

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Stand: 26.09.2019, 06:26

Kommentare zum Thema

2 Kommentare

  • 2 Mark 26.09.2019, 13:45 Uhr

    Monheim ? Ist das nicht die Stadt die seit Jahren jede verbliebene Grünfläche zubaut, zwecks höherer Steuereinnahmen . Wer Monheim heute und vor 15 Jahren vergleicht, weiß wovon ich spreche. Ein Beispiel Gebiet Monberg. Und es geht immer weiter eine Grünfläche nach der anderen verschwindet . Zur Zeit Grossbaustelle Rabenstrasse , Opladenerstr.. Wo ist da der NABU ? Oder wo ist der NABU wenn in Monheim zig gesunde alte Bäume gefällt werden ? Einfach mal so , weil der Bürgermeister es so haben möchte. Wo ist da der Aufschrei der Naturschützer ? Ihr Heuchler ! Bei euch geht es immer nur um den Autofahrer . Der kleine Mann der sich nicht wehren kann. Ginge es euch wirklich um die Natur wäre Monheim jetzt noch eine schönere, grünere Stadt.

  • 1 Hans mit gelber Weste 26.09.2019, 11:48 Uhr

    Man sollte noch erwähnen, Monheim betreibt Steuerdumping und kann sich das leisten. So wie Luxemburg Steuerdumping zu Lasten der Nachbarn betreibt, zieht Monheim über Dumpingpraktiken bei der Gewerbesteuer das Geld aus den Nachbargemeinden ab. Ohne dieses Wissen kann man die Nachricht nicht beurteilen.

    Antworten (4)
    • Franz mit rotem Kopf 26.09.2019, 13:19 Uhr

      Die Frage ist allerdings nur, wieso macht man es in den Nachbargemeinden nicht ganz genau so? Wieso kann sich Monheim das erlauben? Wieso können andere Gemeinden sich das nicht leisten? Fragen über Fragen, aber über Monheim schlecht zu reden ist natürlich einfach, wenn man neidisch scheint...

    • Hans mit gelber Weste 26.09.2019, 15:03 Uhr

      Franz, wenn das alle so machen funktioniert das nicht, sich zu Lasten anderer zu bereichern. Der Wettbewerb der niedrigsten Steuern ist wie der Wettbewerb der niedrigsten Löhne einfach nur eine Abwärtsspirale. Die Steuern für die Aufgaben für die Allgemeinheit gehen bei allen in den Keller, so wie im EU-Wettbewerb der niedrigsten Löhne die Einkommen immer weniger werden. Jetzt leistet sich Monheim kostenlosen Öffentlichen Personennahverkehr und bei anderen werden Tickets teurer bei sinkender Leistung. Wenn alle die Steuern senken gehen bei allen die Leistungen runter und die Preise gehen rauf, auch in Monheim. Da gibt es keine offenen Fragen, die Grundfunktion von Lohn- und Steuerdumping ist einfach, nur die Konstruktionen sind schon mal zur Tarnung kompliziert. Aber auch das Grundkonstrukt der Neiddebatte ist simpel. Für einige ist es so selbstverständlich geworden sich zu Lasten der Allgemeinheit zu bereichern das sie glauben, das würden alle so machen wenn sie nur könnten.

    • Monheimer mit Bildung 26.09.2019, 20:57 Uhr

      Welche Beträge sind aus den Nachbargemeinden abgezogen worden? Bitte konkrete Beispiele benennen. Alternativ: Welche Unternehmen haben seit Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes ihren Firmensitz aus den Nachbargemeinden nach Monheim verlegt? Und inwiefern kann man von Dumping sprechen, wenn der lokal betrachtet sehr niedrige Gewerbesteuersatz sich in anderen Bundesländern und den direkten Nachbarländern Belgien und Niederlande auf sehr ähnlichem Niveau bewegt? Und ganz davon abgesehen: Was hat das mit einem ausgerufenen Klimanotstand zu tun, der anderswo ebenfalls ausgerufen wurde, etwa in der größten Nachbargemeinde Düsseldorf?

    • Hans mit gelber Weste 27.09.2019, 11:41 Uhr

      @Monheimer mit Bildung (aber ohne gelbe Weste), @Mark scheint Monheim besser zu kennen: „Ist das nicht die Stadt die seit Jahren jede verbliebene Grünfläche zubaut, zwecks höherer Steuereinnahmen .“ Das passt zusammen mit einem Artikel der SPD Rhein-Kreis Neuss „Keine Belohnung für Monheimer Steuerdumping“, „Die Stadt hat beim Regionalrat zusätzliche Gewerbeflächen in einer Größenordnung von 26 Hektar beantragt – u.a. wegen einer Betriebserweiterung von Bayer“. Nach RP-Online „Gewerbeflächen Monheim-Süd in der Kritik“ vom 13.8.2019; danach sollen (trotz Klimanotstand) die Grünflächen in Monheim-Süd wegfallen. Weiter bei RP-online vom 26.10.2013 „Toeller verlegt Firmenteil nach Monheim“, (Firma Fressnapf). „Mit Bildung“ kann man selbst man ein paar Suchbegriffe bei einer Suchmaschine eingeben, das nimmt nicht viel Zeit in Anspruch um einiges zu finden. Die gelben Westen demonstrieren gegen die Verschlechterung der Lebensbedingungen allgemein und Steuerdumping ist Teil davon.