Monheimer Geysir bricht zum ersten Mal aus

Monheimer Geysir bricht zum ersten Mal aus

Der umstrittene Geysir auf einem Kreisverkehr in Monheim ist am Freitag zum ersten Mal ausgebrochen – nach der Einweihung Anfang Oktober.

Der Geysir ist das umstrittene Projekt des Künstlers Thomas Stricker. Er bricht immer dann aus, wenn die Sonne insgesamt 64 Stunden lang geschienen hat. Die Stadt gibt dafür auf ihrer Website eine Prognose ab – und sie lag beim ersten Mal direkt richtig.

Ampel stoppt Verkehr

Tatsächlich schoss am Freitagvormittag eine bis zu zwölf Meter hohe Fontäne nach oben. Vorher soll es schon mehrere kleinere Ausbrüche gegeben haben. Der Verkehr wird bei jedem Ausbruch des Geysirs durch eine Ampel gestoppt, damit sich Autofahrer nicht erschrecken.

Nicht nur deshalb steht der Geysir in Monheim in der Kritik, sondern auch wegen der Kosten von mindestens 600.000 Euro – diese trägt letztlich der Steuerzahler. Der Bund der Steuerzahler kritisierte, dass mit dem Projekt "wortwörtlich Steuergeld in die Luft geblasen" werden.

Bedeutung des Kunstwerks

Der Zeitpunkt eines Ausbruchs wird nach dem Willen des Künstlers die Natur bestimmen. Die Stadt rechnet mit etwa zehn bis 20 Ausbrüchen pro Jahr.

Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann erklärte, dass Thomas Stricker mit seinem Werk die Frage aufwerfe, für wen der öffentliche Raum eigentlich da ist.

Stand: 16.10.2020, 17:00

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