Mönchengladbach warnt Bürger vor AKW Tihange

Das Kernkraftwerk Tihange in der belgischen Stadt Huy

Mönchengladbach warnt Bürger vor AKW Tihange

  • Broschüre der Stadt Mönchengladbach zu Tihange
  • Warnung vor Unfällen im Atomkraftwerk
  • Belgisches AKW seit Jahren in der Kritik

Die Stadt Mönchengladbach hat am Montag (04.02.2019) eine Broschüre für mögliche Störfälle im belgischen Atomkraftwerk Tihange herausgegeben. Darin informiert sie über das AKW sowie die damit verbundenen Risiken und gibt Empfehlungen für das Verhalten im Ernstfall.

Pannenreaktor Tihange 2: Plötzlich sicher? Monitor 20.11.2018 01:38 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 Das Erste

"Mit dieser Broschüre wollen wir für die Menschen in unserer Region Informationen bereitstellen, die auf den Schutz der Bevölkerung im Falle eines schweren Ereignisses im Kernkraftwerk Tihange ausgerichtet sind", heißt es im Vorwort.

Auf 22 Seiten informiert die Stadt über mögliche Störfälle in Tihange und die Gefahren von Radioaktivität.

Verhaltensregeln für den Ernstfall

Außerdem werden Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln für den Fall eines Unfalls im Kernkraftwerk genannt.

"Schließen Sie Fenster und Türen dicht, schalten Sie Lüftungs- und Klimaanlagen aus! Suchen Sie möglichst Kellerräume oder innenliegende Räume auf, achten Sie dabei auf ausreichenden Radioempfang", empfiehlt die Stadt unter anderem. Die Broschüre ist bei den Bürgerservice-Stellen und online erhältlich.

Proteste gegen Tihange

An dem Atommeiler in Tihange waren in den letzten Jahren immer wieder Risse festgestellt worden. Seitdem gibt es eine grenzübergreifende Bürger-Initiative gegen das AKW mit Unterstützern aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden.

In Mönchengladbach steht zudem die interaktive Säule "Tihange-AUS", an der jeder Bürger symbolisch Tihange ausschalten kann.

Der Mönchengladbacher Rat hatte bereits im Juni 2015 in einer Resolution die dauerhafte Abschaltung des Kernkraftwerks gefordert.

Stand: 04.02.2019, 15:28

Weitere Themen