Mutmaßlicher Kita-Mord in Viersen: Erzieherin angeklagt

Landgericht Mönchengladbach

Mutmaßlicher Kita-Mord in Viersen: Erzieherin angeklagt

Im Fall der mutmaßlich ermordeten dreijährigen Greta hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die verdächtige Erzieherin eingereicht. Das hat das Landgericht Mönchengladbach heute bestätigt.

Die Ermittler werfen der Erzieherin Mord und neunfache Misshandlung Schutzbefohlener vor. Dies soll in insgesamt vier verschiedenen Kindertagesstätten im Kreis Viersen und Krefeld seit 2017 geschehen sein, so das Ergebnis der Ermittlungen der Mönchengladbacher Staatsanwaltschaft.

Am 4. Mai 2020 verstarb die dreijährige Greta in einem Krankenhaus an den Folgen eines Atemstillstands, den sie am 21. April während der Mittagspause in einer Viersener Kita erlitten hatte. In dieser Zeit soll das Mädchen mit der verdächtigen Erzieherin allein gewesen sein.

Gretas Tod sorgte landesweit für Schlagzeilen. Auch im Familienausschuss des Landtags wurde über den Fall und mögliche Versäumnisse der Kita diskutiert.

Prozess startet Mitte November

Die Beschuldigte hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. Sie sitzt seit knapp fünf Monaten in Untersuchungshaft. Der Prozess gegen die Erzieherin soll am 17. November beginnen.

Stand: 07.10.2020, 10:56