Projekt für weniger Elterntaxis in Mönchengladbach

Das Bild zeigt Schulkinder, die in ein Auto steigen.

Projekt für weniger Elterntaxis in Mönchengladbach

Von Thomas Kalus

  • Grundschulkinder sollen sich mehr bewegen
  • Eltern sollen mit Kindern Schulweg üben
  • Ziel: Weniger Eltern-Taxis vor den Schultoren

Mönchengladbacher Kinder sollen sich auf dem Weg zur Schule mehr bewegen. Am besten zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Fahrrad. Das ist das Ziel der Projektwoche „Bewegt zur Schule“, die von Montag (23.09.2019) bis Freitag (27.09.2019) läuft. Gleichzeitig soll der Autoverkehr auf den Schulwegen und vor den Schulen reduziert werden.

Rund 6.000 Kinder nehmen teil

In der Aktionswoche nehmen zwei Drittel aller Grundschulen mit insgesamt rund 6.000 Kindern teil. Damit wurde die Pilotphase des Projekts 2018 stark ausgeweitet. Laut Initiatorin Monika Müller, Fachberaterin für Verkehrserziehung, hatten damals sechs Mönchengladbacher Grundschulen mit großem Erfolg teilgenommen hatten.

In dieser Zeit sollen möglichst viele der Grundschüler ihren morgendlichen Schulweg "bewegt" zurücklegen. Die Kinder kommen auch viel entspannter in der Schule an, wenn sie sich vorher bewegen, so die Initiatoren. Aber egal, ob zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Rad - ein sicherer Schulweg sollte längere Zeit von einem Erwachsenen begleitet und mit dem Kind geübt werden.

Bevor die Grundschüler mit dem Fahrrad zur Schule fahren, sollten sie die Fahrradprüfung bestanden haben. Die Fertigkeiten des Kindes müssen genau in den Blick genommen und der Weg auf seine möglichen Gefahren hin abgewogen werden.

Stopp dem Elterntaxi!

WDR 5 Leonardo Top Themen 09.04.2018 06:10 Min. Verfügbar bis 08.04.2023 WDR 5

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Schluss mit „Eltern-Taxis“ vor den Schuloren

Neben mehr Bewegung für die Schulkinder, verfolgt das Projekt noch ein zweites Ziel: Es soll verhindert werden, dass Eltern ihre Kinder mit dem Auto bis vor das Schultor bringen. Denn zuletzt kam es dadurch vor den Schulen immer wieder zu gefährlichen Situationen. Die Zufahrten seien verstopft und die Parkplätze überfüllt gewesen. Teilweise würden die "Mama- oder Papa-Taxis" sogar bis aufs Schulgelände, fahren um den Nachwuchs aus dem Wagen zu lassen.

Wenn der Schulweg zu weit oder zu gefährlich ist und auf das Auto nicht verzichtet werden soll, kann die Schule sogenannte Elternhaltestellen einrichten. Das sind Haltepunkte für Autos, von denen aus Kinder zumindest einen Teil des Schulweges zu Fuß gehen können.

Das Schulwegprojekt wurde gemeinsam von der Stadt Mönchengladbach, der Polizei und der Verkehrswacht ins Leben gerufen, um die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr zu erhöhen.

Elterntaxis gefährden Schüler Markt 09.01.2019 04:58 Min. Verfügbar bis 09.01.2020 WDR Von Mathea Schülke und Lena Brochhagen

Stand: 20.09.2019, 18:37