Großbrand in Gladbach: Autos der Feuerwehrleute bespuckt

An zwei Autos hängt Spucke.

Großbrand in Gladbach: Autos der Feuerwehrleute bespuckt

  • Autos der Einsatzkräfte standen vermutlich im Weg
  • Feuerwehr reagierte mit Facebook-Post
  • Keine weiteren Maßnahmen eplant

Seit Mittwochmorgen (12.06.2019) kämpft die Feuerwehr gegen einen Großbrand in einem Gewerbegebiet in Mönchengladbach-Eicken. Rund 140 Einsatzkräfte waren zwischenzeitlich im Einsatz, unter anderem auch von der Einheit Neuwerk der Freiwilligen Feuerwehr Mönchengladbach.

Einige Mitglieder der Einheit machten nach der Rückkehr in das Gerätehaus eine unschöne Entdeckung: Mehrere Autos der Einsatzkräfte wurden bespuckt. Die standen auf dem Bürgersteig. Wie ein Sprecher dem WDR bestätigte, waren es keine erkennbaren Einsatzfahrzeuge, sondern Privatautos der Einsatzkräfte.

Feuerwehr reagiert mit klarer Facebook-Botschaft

"Im Einsatzfall zählt jede Minute. Auf Grund der beengten Parksituation vor unserer Wache lässt es sich nicht verhindern, dass Kameraden auf dem Bürgersteig parken", schrieb die Einheit in einem Facebook-Post. Dazu postete sie zwei Bilder von bespuckten Autos.

"Für uns unverständlich und deprimierend, dass Menschen unser Eigentum bespucken, wenn wir 15 Stunden für die Bürger unserer Stadt Schwerstarbeit verrichten", heißt es weiter.

Keine weiteren Maßnahmen geplant

Weitere Maßnahmen wolle die Feuerwehr aber nicht ergreifen. "Wir haken das unter dummer Jugendstreich ab", sagte Einheitsführer Sascha Döhmen dem WDR. "Mit dem Post wollen wir vor allem die Menschen sensiblisieren."

Die Löscharbeiten nach dem Großbrand dauern an

Seit dem Donnerstagmorgen versucht die Feuerwehr mit Hilfe eines Greifbaggers, Brandnester auf dem großen Gelände auseinanderzuziehen, um sie ablöschen zu können. Die Arbeiten werden wohl noch bis zum Wochenende andauern, sagte eine Feuerwehrsprecher. Genauere Untersuchung zur Brandursache wird erst für kommende Woche erwartet.

Nach dem Brand in Mönchengladbach WDR aktuell 13.06.2019 01:44 Min. Verfügbar bis 13.06.2020 WDR Von Raphael Boch

Stand: 13.06.2019, 14:55

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