Mönchengladbach: Erstes Familienzentrum an Grundschule

Veranstaltung zum Familienzentrum an der Erich Kästner Grundschule in Mönchengladbach

Mönchengladbach: Erstes Familienzentrum an Grundschule

  • Familienzentrum soll Kindern früh fördern
  • Eltern sollen aktiv miteinbezogen werden
  • Idee: Gemeinsame Planung und Umsetzung

Am Freitag (13.09.2019) hat die Erich Kästner Grundschule in Mönchengladbach das erste Familienzentrum an einer Grundschule vorgestellt. Es soll zukünftig Beratungs-und Unterstützungsangebote für Familien anbieten.

Die Stadt Mönchengladbach erklärte dem WDR, dass Kinder so früh wie möglich beim Großwerden unterstützt werden müssten – und die Kinder in Bonnenbroich-Geneicken diese Unterstützung dringend benötigen würden. Denn viele Familien aus dem Stadtteil nehmen finanzielle Hilfen zur Erziehung der Kinder in Anspruch. Zudem hätten fast 60 Prozent der Schülerinnen und Schüler einen Migrationshintergrund.

Eltern sollen Unterstützungsangebote mitentwickeln

Da ein Zusammenhang zwischen dem Unterstützungsbedarf der Eltern und dem Bildungsweg der Kinder bestehe, sei es wichtig, die Eltern frühzeitig und direkt anzusprechen. Nicht erst, wenn bereits Auffälligkeiten zu erkennen sind. Dies soll mithilfe des Familienzentrums geschehen.

Welche Bildungs-, Betreuungs- und Beratungsangebote es letztendlich geben wird, soll in den kommenden Wochen gemeinsam mit den Eltern festgelegt werden. Im Austausch mit den Eltern soll herausgefunden werden, wo es Bedarf gibt und was die Familien sich wünschen.

Kindern soll geholfen werden

Denkbar seien beispielsweise Sport- oder Theatergruppen, aber auch gemeinsame Aktionen wie internationale Kochabende. Das Wichtigste sei, dass die Eltern am Rande der Treffen mit Fragen und Sorgen auf die pädagogischen Fachkräfte zukommen. Nur so könne am Ende den Kindern geholfen werden.

Über die Eltern sollen die Aufstiegschancen der Kinder erhöht werden, sodass die Stadt am Ende weniger Hilfen zur Erziehung gewähren muss und die finanziellen Mittel stattdessen in das Familienzentrum investiert werden. Das Pilotprojekt ist für zwei Jahre angesetzt.

Stand: 13.09.2019, 16:47