Modellprojekt gegen unnötige Notrufe in Köln

Notruf 112

Modellprojekt gegen unnötige Notrufe in Köln

  • Notruf in Köln häufig für Bagatellfälle
  • 1.000 Notrufe am Tag
  • Modellprojekt soll Entlastung schaffen

Immer mehr Menschen wählen den Notruf, also die 112, obwohl sie keine echten Notfälle sind. Meist aus Unwissenheit, Unsicherheit, manchmal auch ganz bewusst. Damit die Notfalldienste von Bagatellfällen entlastet werden und Patienten trotzdem gut versorgt sind, haben die Feuerwehr Köln und die Kassenärztliche Vereinigung jetzt ein Modellprojekt gestartet.

Anruf wird nach Duisburg weitergeleitet

Anrufer, die die Kölner Rettungsleitstelle unter der 112 anrufen, aber keinen Rettungswagen und Einweisung ins Krankenhaus brauchen, können nun direkt zum ärztlichen Notdienst weiterverbunden werden - direkt an die Arztrufzentrale in Duisburg. Also immer dann, wenn das Leben des Patienten nicht bedroht ist - er z.B. keine Bewußtseinsstörung, keine Blutung oder Atemprobleme hat. Die war bisher unter der bundesweit einheitlichen Nummer 116 117 hauptsächlich abends, nachts und am Wochenende erreichbar. Jetzt sitzen hier rund um die Uhr Mitarbeiter, die Patienten die richtigen Ansprechpartner vermitteln. Der koordiniert dann die weitere Behandlung.

400 Einsätze am Tag in Köln

Mehr als 1.000 Notrufe gehen jeden Tag in der Kölner Rettungsleitstelle der Feuerwehr ein. Menschen in unterschiedlichsten Notlagen suchen Hilfe - rund 400 mal am Tag rücken die Rettungskräfte aus.

Stand: 10.01.2019, 10:49

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