Mobilitätsstudie Aachen: Zahl der Fußgänger steigt

Fußgängerzone in Aachen

Mobilitätsstudie Aachen: Zahl der Fußgänger steigt

  • Ein Drittel aller Wege wird zu Fuß zurückgelegt
  • ÖPNV wird weniger genutzt als 2011
  • Neue Mobilitätsstrategie

In der Stadt Aachen wurden 1.200 Haushalte befragt, welche Wege sie täglich zurückgelegen und welche Verkehrsmittel sie dazu nutzen. Das Ergebnis der Studie wurde am Donnerstag (11.07.2019) vorgestellt.

Busfahrten zu teuer

Im Vergleich zur letzten Studie 2011 hat sich der Anteil der zu Fuß zurückgelegten Wege deutlich gesteigert, von 22 auf rund 30 Prozent. Doch trotz der Diskussion um Fahrverbote und eine Verkehrswende werde das Auto noch immer zu oft für Kurzstrecken genutzt. Wege, die kürzer sind als fünf Kilometer, könnten umweltfreundlicher zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt werden, so die Stadt.

Wenig überraschend ist, dass die Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs gegenüber 2011 zurückgegangen ist. Denn Vielen sind die Tickets zu teuer. Und gerade erst wurde eine weitere Preissteigerung für Busfahrten beschlossen. Die Bemühungen der Stadt, mit Job- oder Semestertickets mehr Menschen zum Umstieg auf Bus oder Bahn zu bewegen, sind damit offenbar gescheitert.

Radnutzung unverändert

Im Vergleich zu den Zahlen von 2011 werden nicht mehr Fahrräder für die täglichen Wege zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkauf genutzt. Dazu passt, dass die Radwege in der Studie von den Befragten schlecht bewertet werden. Denn in Aachen müssen sich Radfahrer die Straßen mit Bussen, Lkw und Autos teilen, was immer wieder zu gefährlichen Situationen bis hin zu Unfällen führt.

Verkehrswende planen

Die Ergebnisse der neuen Mobilitätsstudie will die Stadt Aachen nutzen, um die Verkehrswende zu planen. Erste Ziele für die Strategie bis 2030 sollen nach den Sommerferien vorgestellt werden.

Zahl der Fußgänger in Aachen steigt

00:31 Min. Verfügbar bis 11.07.2020

Stand: 11.07.2019, 15:26