Euskirchen nimmt mobile Sirenen in Betrieb

Der Lautsprecher einer mobilen Sirene steht auf einer Kiste vor einem Einsatzwagen der Feuerwehr.

Euskirchen nimmt mobile Sirenen in Betrieb

Von Frida Preuß

  • Ausbau des Katastrophenschutzes
  • Mobile Sirenen für gezieltere Warnung
  • Probealarm am 5. September 2019

Der Kreis Euskirchen baut sein Warnsystem für den Katastrophenschutz aus: Ab sofort können die Kommunen im Ernstfall auf fünf mobile Sirenen zurückgreifen. Diese können beispielsweise auf Fahrzeugen der Feuerwehr angebracht werden. Die kann dann gezielt bestimmte Straßenzüge warnen, etwa bei einer Bombenentschärfung.

Verteilung im Kreis

Die neuen Sirenen werden in Euskirchen, Bad Münstereifel, Mechernich, Blankenheim und Schleiden stationiert. Sie ergänzen das bestehende kreisweite Netz aus 180 fest installierten Sirenen.

In 20 Minuten überall einsatzbereit

Im Katastrophenfall sollen mindestens drei der mobilen Warnsysteme innerhalb von 20 Minuten überall im Kreis verfügbar sein, verspricht die Abteilung Gefahrenabwehr des Kreises Euskirchen. Die Sirenen informieren die Bevölkerung neben Warntönen auch per Lautsprecherdurchsage.

In NRW fehlen Sirenen

Nach dem Ende des Kalten Krieges wurden vielerorts Sirenen abgebaut, weshalb die Katastrophenwarnsysteme landesweit in schlechtem Zustand sind. Für den Wiederaufbau hat das Innenministerium in den vergangenen Jahren 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. In ganz NRW schaffen immer mehr Kommunen nun auch mobile Sirenen an, darunter Wuppertal, Soest und Remscheid.

Am 5. September 2019 werden die Warnsysteme landesweit getestet.

Warntag in NRW: Bürger sensibilisieren für Warnsignale

WDR 2 06.09.2018 02:37 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 WDR 2

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Stand: 20.08.2019, 16:52