Sexismus und Mobbing: Ermittlungen gegen drei Feuerwehrmänner in Düsseldorf

Die Feuerwehr übt den Ernstfall an der Benrather Straße.

Sexismus und Mobbing: Ermittlungen gegen drei Feuerwehrmänner in Düsseldorf

Bei der Feuerwehr Düsseldorf soll eine Kollegin gemobbt worden sein. Außerdem sollen die Feuerwehrmänner in einem Chat rassistische Witze und sexistische Fotos verbreitet haben.

Die städtischen Behörden ermitteln jetzt disziplinarrechtlich gegen drei Feuerwehrmänner wegen sexistischer Sprüche und rassistischen Anfeindungen. Einer der drei Männer soll eine Kollegin in einem WhatsApp-Chat sexistisch beleidigt haben. Das bestätigte die Stadt am Montag auf einer Pressekonferenz.

Hintergrund ist offenbar der berufliche Erfolg der Frau, die sich auf einen Posten als Gruppenleiterin beworben haben soll. Der Mann wurde jetzt vom Dienst frei gestellt. Unter anderem wurde der Helm der Feuerwehr-Mitarbeiterin mit einer obszönen Beleidigung beschmiert. Ob diese Tat auch auf das Konto des ersten Verdächtigen geht, ist noch unklar.

Gegen zwei weitere Feuerwehrmänner wird ebenfalls ermittelt

Im Rahmen der feuerwehrinternen Ermittlungen zu diesem Fall fiel dann ein weiterer Kollege auf, weil er in einer WhatsApp-Gruppe rassistische Witze gemacht hatte. Auch gegen ihn wird jetzt disziplinarrechtlich vorgegangen, er ist allerdings weiterhin im Dienst.

Ein dritter Kollege hatte in einem Bordell ein Foto von sich mit entblößtem Geschlechtsteil schießen lassen. Dieses Bild stellte er in einen WhatsApp-Chat der Feuerwehr ein. Gegen den Mann läuft ebenfalls ein Disziplinarverfahren.

Stand: 07.09.2020, 16:06

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