Katholische Amtsträger wehren sich gegen Missbrauchsgutachten

Ein goldenes Kreuz auf dem Kölner Dom leuchtet in der Sonne.

Katholische Amtsträger wehren sich gegen Missbrauchsgutachten

Der Strafrechtler Björn Gercke soll Mitte März das zweite Missbrauchsgutachten im Erzbistum Köln veröffentlichen. Vorab gibt es bereits Widerstand.

Wie Gercke am Montag dem WDR bestätigte, gehen einige wenige Amtsträger der Kirche gegen die Vorwürfe vor, die im Gutachten veröffentlicht werden sollen.

Nicht immer sei es ihnen aber gelungen, die ihnen vorgeworfenen Pflichtverletzungen auszuräumen, sagte Gercke. Der Strafrechtler ließ offen, ob es sich um amtierende oder bereits im Ruhestand befindliche Personen handelt. Aktuell wird rechtlich noch geprüft, ob auch Weihbischöfe Pflichtverletzungen im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt begangen haben.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hatte das erste Gutachten als mangelhaft eingestuft und deshalb unter Verschluss gehalten. Die Kanzlei, die es angefertigt hat, bestreitet die Vorwürfe. Untersucht wird jeweils, wie Verantwortliche des Erzbistums in der Vergangenheit mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Priester umgegangen sind.

Stand: 01.03.2021, 19:01