Missbrauchs-Prozess Bergisch Gladbach: Mit Fotos fing es an

Auf dem Foto ist ein Mann in einer schwarzen Kutte, der mit einem anderen Mann spricht, welcher auf einem Stuhl sitzt und sich eine Mappe vor sein Gesicht hält.

Missbrauchs-Prozess Bergisch Gladbach: Mit Fotos fing es an

Im Prozess um den Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach hat der psychiatrische Sachverständige Einzelheiten aus der Befragung des Angeklagten vorgelegt.

Der Angeklagte soll sich seit fast 20 Jahren mit Kinderpornografie beschäftigen. Es habe mit einzelnen Fotos in den Jahren 2003/2004 angefangen, heißt es in dem Bericht des Sachverständigen.

Täter soll selbst missbraucht worden sein

Der Angeklagte habe zu dieser Zeit seine Neigung festgestellt und wollte sich deshalb Hilfe holen. Er habe es aber aus Scham, Angst und der Ungewissheit nicht gemacht. Der 43-jährige Angeklagte hat zudem angegeben, dass er als Neunjähriger von einem 16-jährigen Nachbarsjungen mehrmals sexuell missbraucht worden sei.

Auch zu seiner aktuellen Haftsituation äusserte sich der Mann aus Bergisch Gladbach. In der JVA lässt der Angeklagte die anderen Häftlinge im Unklaren über den eigentlich Grund seiner Inhaftierung. Demnach gebe er gegenüber Mitgefangenen an, dass er nicht wegen schweren sexuellen Missbrauchs, sondern wegen eines anderen, harmloseren Delikts in U-Haft sitzt.

Stand: 21.09.2020, 14:14