Tagung in Aachen: Kampf gegen Mikroplastik im Wasser

Voda iz slavine teče u čašu

Tagung in Aachen: Kampf gegen Mikroplastik im Wasser

  • Mikroplastik in Kläranlagen besser filtern
  • Sorge um resistente Keime im Wasser
  • Tagung mit 1.100 Experten für Wasserqualität

Im Aachener Eurogress beraten Experten ab Mittwoch (20. März 2019) über neue Wege, die Wasserqualität unseres Trinkwassers und damit den Gesundheitsschutz unserer Bevölkerung zu verbessern.

Mikroplastik weiterhin großes Problem

Sorgen macht den Experten die Verbreitung von Mikroplastik in Flüssen und Bächen. Bei Mikroplastik handelt es sich um mikroskopisch kleine Kunststoff-Teilchen, die in Peelings oder anderen Kosmetika eingesetzt werden – oft als Binde- oder Füllmittel.

Durch das Abwasser aus Tausenden von Haushalten gelangen sie in Flüsse und von dort über Fische auch in den Menschen. Mikroplastik konnte schon im Darm von Patienten nachgewiesen werden. Umweltschützer warnen seit Jahren vor den Gesundheitsgefahren.

Neueste Techniken

Mikroplastikpartikel auf einer Fingerkuppe

Die Wissenschaftler beraten auf der Tagung über neueste Techniken, um die Mikroplastik-Teilchen von Flüssen und Seen fernzuhalten – etwa durch neue Filtertechniken in Kläranlagen.

Antibiotikaresistente Keime

Ein weiteres wichtiges Thema auf der Tagung im Aachener Eurogress ist die Verbreitung von antibiotikaresistenten Krankheitserregern über das Wasser. Sie haben sich in den vergangenen Jahren stark verbreitet und stellen laut Experten ein hohes Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung dar. Die Krankheitserreger stammen oft aus Abwasserleitungen oder von landwirtschaftlichen Flächen und von dort gelangen sie in viele Badegewässer. Wie man diese Gewässer effektiv reinigt und die Erreger unschädlich macht, auch darüber diskutieren die Forscher bis Freitag.

Kampf gegen Mikroplastik und Krankheitserreger im Wasser

00:27 Min. Verfügbar bis 20.03.2020

Stand: 20.03.2019, 09:28