"On the Wall": Bonner Bundeskunsthalle zeigt Michael Jackson

Diskussion um geplante Michael Jackson Ausstellung 03:17 Min. Verfügbar bis 07.03.2020 Von Britta Schwanenberg

"On the Wall": Bonner Bundeskunsthalle zeigt Michael Jackson

Von Henning Hübert

  • Umstrittene Ausstellung kommt nach Bonn
  • Kunstwerke von 53 verschiedenen Künstlern zu Ehren Michael Jacksons
  • Intendant der Bundeskunsthalle möchte Diskussion und Dialog ermöglichen

Die Bundeskunsthalle zeigt seit Freitagabend (22.03.2019) eine Michael-Jackson-Ausstellung - trotz der erneuten Missbrauchsvorwürfe gegen den Popstar.

Umstrittene Ikone

Wie der "King of Pop" zur Pop-Ikone wurde, erzählen Gemälde und andere Kunstwerke von Andy Warhol, Keith Haring oder Isa Genzken. 53 Künstler huldigten dem 2009 verstorbenen Michael Jackson – meist ist er in Sieger- oder Erlöserpose zu sehen.

Aber es geht auch um eine kritische Auseinandersetzung mit dem Künstler. Dass sich die Bundeskunsthalle vom 22.03.2019 bis 14.07.2019 einen hoch problematischen Künstler ins Haus holt, ist ihr bewusst. Mit einem Rahmenprogramm will sie auf die neuerlichen Missbrauchsvorwürfe gegen Michael Jackson reagieren.

 "Es ist wichtig, dass über die Gefahr von sexuellem Missbrauch gesprochen wird" – textet die Bundeskunsthalle gleich am Eingang ihrer Michael-Jackson-Ausstellung. Und bietet speziell geschulte Kunstvermittler an, um mit ihnen über die neuen Missbrauchsvorwürfe zu reden.

Superstar mit zwei Gesichtern

WDR 5 Westblick - Interview 21.03.2019 04:23 Min. Verfügbar bis 20.03.2020 WDR 5

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Michael Jackson-Ausstellung trotz Missbrauchsvorwürfen

WDR 3 Resonanzen 07.03.2019 08:06 Min. Verfügbar bis 06.03.2020 WDR 3

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Kunst rund um den Michael Jackson-Kult

Ganz überwiegend jedoch zeigt "On the Wall" Gemälde, Videos und Objekte, die dem King of Pop huldigen. Da dreht sich in einer Vitrine sein Diner Jacket – die schwarze Lederjacke samt Teelöffeln seines Designers Michael Lee Bush. Oder es hängen große Warhols an der Wand – samt Foto, das den Künstler stolz mit dem Sänger zeigt.

Ein Schwerpunkt ist Jacksons Wirkung auf Afrika und auf schwarze Künstler in den USA. Da entstand sogar ein naiv wirkender Wandteppich mit "Thriller"-Motiv. Es gibt aber auch überdimensionierte Skulpturen, die nur noch grotesk wirken, etwa von Paul McCarthy.

Insgesamt 134 Kunstwerke laden in der Bonner Bundeskunsthalle zur Auseinandersetzung ein - bis zum 14. Juli. Mal vor schwarzen, mal vor glitzernd-schillernden Wänden – ganz so, wie sich das 2009 gestorbene Kunst- und Medienphänomen Michael Jackson gern darstellte.

Stand: 21.03.2019, 14:45

Kommentare zum Thema

5 Kommentare

  • 5 Tiefenrausch 21.03.2019, 23:02 Uhr

    Die Kunsthalle hätte von dieser Ausstellung Abstand nehmen sollen. Allein wenn man das erste Motiv des Artikels sieht, kann man nur den Kopf schütteln. Bei solchen, durchaus nachvollziehbaren und glaubwürdigen Anschuldigungen ist diese Huldigung einfach nur abstoßend.

  • 4 Arya 21.03.2019, 22:36 Uhr

    Was soll denn das??? Nur weil 2 Menschen geldgeil sind und auf einmal wieder die Vorwürfe im Raum stehen??? Michael jackson wurde unschuldig gesprochen. Seine Musik lebt weiter. Schön, dass die Medien ein neues Opfer haben und damit ihr Geld weiter anhäufen können. Es wurde bisher nichts rechtskräftig bewiesen.zudem geht es hier um die Kunst!!!! Tierpornographische historische Gemälde werden übrigens auch ausgestellt, ohne dass sich jemand drüber aufregt!!! Hier geht es nur um Gemälde, die MJ darstellen..nicht um seine Biographie. Lasst die toten ruhen

  • 3 Josef Grunewald 21.03.2019, 21:29 Uhr

    In Niedersachsen ware auch klasse

  • 2 TG 21.03.2019, 20:42 Uhr

    Ziehe, meinen Hut. Das, die Austellung, On the Wall durch geführt wird. Das Thema KINDERMISSHANDLUNG, gehört nicht dazu. Es ist nichts bewiesen. Michael Jackson, ist nicht schuldig. NICHT, SCHULDIG. Die Menschen, sollten mit Freude dort hingehen.

  • 1 Axel 21.03.2019, 19:57 Uhr

    Ich finde es gut, dass die Ausstellung stattfindet. Die neuen Vorwürfe gegen Michael Jackson sollten unbedingt ernstgenommen werden, aber solange kein Gericht darüber entschieden hat, gilt für ihn die Unschuldsvermutung. Es war bestimmt keine einfache Entscheidung für die Verantwortlichen des Museums, aber ich finde sie richtig. Auch den offenen Dialog finde ich gut, hier wird sehr sensibel vorgegangen.