Kinderpornografisches Material: Christoph Metzelder soll laut Gericht gestanden haben

Kinderpornografisches Material: Christoph Metzelder soll laut Gericht gestanden haben

Der Ex-Fußballprofi Christoph Metzelder soll den Vorwurf, kinderpornografisches Material verbreitet zu haben, gestanden haben. Das hat ein Gericht am Montag angedeutet.

Hintergrund ist der Versuch der Anwälte Metzelders, eine Pressemitteilung mit Details zu den Vorwürfen von der Website des Amtsgerichts Düsseldorf nehmen zu lassen. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat das am Montag abgelehnt. Gegen diese Entscheidung haben Metzelders Anwälte beim Oberverwaltungsgericht in Münster, dem nächsthöheren Gericht, Beschwerde eingereicht.

Eine Sprecherin des Verwaltungsgerichts begründete die Entscheidung dem WDR gegenüber damit, dass Metzelder erstens prominent sei und sich zweitens im Zuge der Ermittlungen zu den Vorwürfen eingelassen habe. In dem schriftlichen Gerichtsbescheid über 13 Seiten ist wörtlich mehrfach von einer "geständigen Einlassung" die Rede.

Es gilt die Unschuldsvermutung

Weder ein Anwalt von Christoph Metzelder noch die Staatsanwaltschaft Düsseldorf, die Anklage gegen Metzelder erhoben hat, wollten diese Formulierung kommentieren oder einordnen. Deshalb ist unklar, ob und in welchem Umfang Metzelder die Vorwürfe gestanden hat. Für ihn gilt bis zu einem möglichen Gerichtsurteil die Unschuldsvermutung.

Dem früheren Nationalspieler und Spieler von Borussia Dortmund, Schalke 04 und Real Madrid wird unter anderem die Verbreitung kinderpornografischer Schriften in 29 Fällen vorgeworfen. Die Ermittlungen hatten vor gut einem Jahr begonnen. Unter anderem waren Büros und Metzelders Wohnhaus in Düsseldorf durchsucht und rund 300 Bilddateien auf seinem Handy sichergestellt worden.

Stand: 15.09.2020, 17:51