Nach Messer - Attacke in Stolberg Anklage erhoben

Nach Messer - Attacke in Stolberg Anklage erhoben

Nach einer mutmaßlich islamistisch motivierten Messer-Attacke vor rund sechs Wochen in Stolberg hat die Generalstaatsanwaltschaft einen 21-jährigen Tatverdächtigen angeklagt.

Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf am Freitag (30.10.2020) mit. Ihm wird neben zweifacher gefährlicher Körperverletzung auch das Verbreiten eines verbotenen Symbols der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf Facebook vorgeworfen.

Symbolbild: Männliche Hand hält Messer

Angeklagt wurde der Mann auch wegen einer weiteren Attacke aus dem März 2020. Hier soll er in einem Aachener Restaurant einen Bekannten mit einem Messer verletzt haben und dabei, wie auch in Stolberg, "Allahu akbar" ("Gott ist groß") gerufen haben.

Tat in Stolberg hatte politischen Hintergrund

Die erneute Messerattacke Mitte September stand nach dem Abschluss der Ermittlungen in Zusammenhang mit der Kommunalwahl. Der türkische Vater des Opfers war auf einem Werbemotiv der AfD zu sehen war, so die Generalstaatsanwaltschaft. Für die Wahlwerbung habe der Vater des Opfers nach eigener Aussage aber keine Einwilligung gegeben.

Tatverdächtiger beim Staatsschutz bekannt

Der mutmaßliche Täter hatte in Stolberg die Autotür des 23-Jährigen geöffnet und ihn mit einem Messer schwer verletzt. Der 21-jährige Tatverdächtige wurde festgenommen. Er galt schon länger als so genannter Prüffall beim Staatsschutz, jetzt sei er zum Gefährder hochgestuft worden, so die Ermittler.

Mutmaßlich islamistische Messerattacke in Stolberg

00:52 Min. Verfügbar bis 14.09.2021


Stand: 30.10.2020, 20:22

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