Messerattacke in Stolberg war wohl Wiederholungstat

Symbolbild: Männliche Hand hält Messer

Messerattacke in Stolberg war wohl Wiederholungstat

Nach einer Messer-Attacke in Stolberg ist Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung gegen einen 21-jährigen Verdächtigen erlassen worden.

Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf am Montag (14.09.2020) mit. Demnach wurde der Mann wegen Wiederholungsgefahr in Haft genommen. Er soll bereits im März 2020 in einem Aachener Restaurant einen Bekannten mit einem Messer verletzt haben und dabei, wie auch in Stolberg, "Allahu akbar" ("Gott ist groß") gerufen haben.

Wahlwerbung der AfD als Auslöser?

Die erneute Messerattacke in der Nacht zu Sonntag (13.09.2020) steht nach den bisherigen Ermittlungen offenbar in Zusammenhang mit der Kommunalwahl. Der türkische Vater des Opfers war auf einem Werbemotiv der AfD zu sehen, so die Generalstaatsanwaltschaft. Für die Wahlwerbung habe der Vater des Opfers nach eigener Aussage aber keine Einwilligung gegeben.

Tatverdächtiger beim Staatsschutz bekannt

Der mutmaßliche Täter hatte in Stolberg die Autotür eines 23-Jährigen geöffnet und ihn mit einem Messer schwer verletzt. Der 21-jährige Tatverdächtige wurde festgenommen. Er galt schon länger als so genannter Prüffall beim Staatsschutz, jetzt sei er zum Gefährder hochgestuft worden, so die Ermittler. Er wurde am Montag (14.09.2020) dem Haftrichter vorgeführt.

Mutmaßlich islamistische Messerattacke in Stolberg

00:52 Min. Verfügbar bis 14.09.2021

Stand: 15.09.2020, 14:13

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