Flug-Panne: Merkel landet ungeplant in Köln

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verlässt mit einem Regenschirm in der Hand auf dem Rollfeld des Flughafens in Köln den Kanzler-Airbus «Konrad Adenauer»

Flug-Panne: Merkel landet ungeplant in Köln

  • Regierungsmaschine landet nach Defekt am Flughafen Köln-Bonn
  • Kanzlerin Merkel musste Reise nach Buenos Aires zum G20-Gipfel unterbrechen
  • Übernachtung in Bonner Hotel

Nach nur einer Stunde Flugzeit bekam die Kanzlerin am Donnerstagabend (29.11.2018) beunruhigende Kunde von der Crew ihrer Regierungsmaschine. Der Kapitän sprach später vom Ausfall elektrischer Systeme.

Nur mit dem Satellitentelefon an Bord ist es offenbar der Crew gelungen, Kontakt zur Flugleitstelle aufzunehmen und die Landung auf dem Flughafen in Köln-Bonn zu planen.

Aus der Regierungsmaschine getwittert

Mit an Bord war unter anderem auch ARD-Korrespondent Achim Wendler. Er twitterte nach der Landung noch aus der Maschine einen Zwischenstand:

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Später schilderte Wendler in einem NDR-Interview seine Eindrücke. Er saß gerade mit den anderen Journalisten in einem Konferenzraum des Flugzeuges, als die Kanzlerin plötzlich hinausgebeten wurde:

Übernachtung in Bonn

Im Maritim Hotel übernachtete Bundeskanzlerin Angela Merkel, nachdem wegen eines technischen Defekts am Flugzeug ihren Flug von Berlin zum G20-Gipfel in Buenos Aires am 29.11.2018 abgebrochen werden musste

Fahrzeugkolonne für Merkel vor ihrem Hotel in Bonn

"Es war eine ernsthafte Störung", sagte Merkel nach dem Zwischenfall am frühen Freitagmorgen in Bonn. Die Funkanlage des Flugzeugs war komplett ausgefallen. Die Bundeskanzlerin übernachtete in einem Hotel in Bonn, bevor sie nach Buenos Aires weiterreiste.

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Luftfahrtexperte: "Abstrakte" Gefahr

"Wenn die Piloten nicht mehr mit der Flugsicherung kommunizieren können, ist eine geordnete Fortsetzung des Fluges kaum noch möglich", sagte Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt am Freitag (30.11.2018) dem WDR. Für diesen Fall gebe es einen Plan B. Das entsprechende Verfahren sei sowohl den Piloten als auch der Flugsicherung bekannt.

Die Gefahr im konkreten Fall sei nur "abstrakt" gewesen. "Aber es ist eine Geschichte, die weit außerhalb des normalen Flugbetriebes liegt."

Feuerwehr stand bereit

Normalerweise wird in einer solchen Situation aus Sicherheitsgründen Treibstoff abgelassen. Das sei aber wegen der technischen Probleme nicht möglich gewesen, teilte die Flugbereitschaft der Bundeswehr dem WDR mit.

"Falls der Treibstoff nicht abgelassen werden kann, können die Piloten die Landebahn mit höherer Geschwindigkeit anfliegen", erläuterte der Luftfahrtexperte Großbongardt. "Da dabei die Bremsen stärker belastet werden, steht die Feuerwehr bereit." Laut der Flugbereitschaft sei aber weder ein Feuer ausgebrochen, noch ein Reifen geplatzt.

In den sozialen Medien war die Zwischenlandung natürlich Anlass für allerhand Witze und Sprüche.

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Pannenflieger: Merkel muss notlanden WDR aktuell 30.11.2018 01:59 Min. Verfügbar bis 30.11.2019 WDR

Stand: 30.11.2018, 19:00

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