Tausende demonstrieren gegen Lkw-Rastanlagen

Tausende demonstrieren gegen Lkw-Rastanlagen

Von Erik Butterbrodt

  • 3.500 Teilnehmer gegen Lkw-Rastanlagen und Autobahnausbau
  • Sechs Kilometer lange Menschenkette durch Leverkusen
  • Anwohner der Autobahn befürchten Einschnitte auf Grundstück

Peter Westmeier dirigiert: Der Sprecher der Bürgerinitiative "LEVkontraRaststätte" gibt lautstark Anweisungen über das Megaphon. Alle Demonstranten sollen sich in die Menschenkette durch Leverkusen einreihen.

Fläche liegt im Landschaftsschutzgebiet

A1 in Leverkusen-Lützenkirchen

Hier in Leverkusen-Lützenkirchen soll der Lkw-Rastplatz entstehen

"Leverkusen wird bereits von drei Autobahnen zerschnitten. Jetzt sollen 25.000 Quadratmeter Fläche in einem Landschaftsschutzgebiet in eine Lkw-Rastanlage umgewandelt werden. Das ist nicht mehr zumutbar", sagt der Organisator. Das ist der Grund für die Demonstration.

Am Ende zählt Westmeier 3.500 Teilnehmer. Mehrere Initiativen, Vereine sowie die Politik hatten sich an den Protesten beteiligt.

Insgesamt 3500 Demonstranten bildeten eine 6 Kilometer lange Menschenkette quer durch Leverkusen

Sechs Kilomter lang war die Menschenkette

Darunter die Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen Uwe Richrath (SPD) und Burscheids Bürgermeister Stefan Caplan (CDU). Sie trafen sich am Sonntagvormittag (08.09.2019) auf einer Brücke über der A1 in Leverkusen-Lützenkirchen zum symbolischen Handshake.

Stadtrat verabschiedet Resolution

Bereits im Mai hatte der Leverkusener Stadtrat eine Resolution gegen die Lkw-Rastanlage verabschiedet. Die Gegner der Anlage bevorzugen ein Gewerbegebiet in Köln-Niehl als Standort. Dort wäre sechs Mal mehr Platz für Stellplätze.

Sowohl auf Burscheider Gebiet als auch auf Leverkusener Gebiet sollen Lkw-Rastanlagen mit Toiletten auf der A1 entstehen. Sie würden Platz für 50 Lastwagen und bis zu 30 Auto-Stellplätze bieten. Die Anlagen werden derzeit von der DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) und dem Land NRW geplant. 

Widerstand gegen A3-Ausbau

Außerdem empfahl das Land dem Bundesverkehrsministerium den Ausbau der A3 - unter anderem auf Leverkusener Stadtgebiet. Auch dagegen richteten sich die Proteste.

Organisator Peter Westmeier

Organisator Peter Westmeier

Eine Interessengemeinschaft befürchtet, dass durch diesen Ausbau die Lärm- und Umweltbelastung unzumutbar würde und Grundstücke und Häuser betroffen wären.

Stand: 08.09.2019, 14:53