Videoüberwachung in Köln wird ausgeweitet

Eine Videokamera, im Hintergrund der blaue Himmel und die Spitzen des Kölner Doms

Videoüberwachung in Köln wird ausgeweitet

  • Mehr Videokameras in Köln
  • Polizei meldet Erfolge
  • Rechtsanwalt kritisiert Überwachung

Trotz der Klage eines Bürgers gegen die Videoüberwachung an zentralen Orten in der Stadt Köln will die Polizei auf weiteren Plätzen Videokameras installieren. Bereits im kommenden Jahr soll die Überwachung des Ebertplatzes, des Breslauer Platzes und des Wiener Platzes starten.

Videokameras an weiteren zentralen Plätzen

Zwei Polizisten gehen über den Ebertplatz in Köln

Auch der Ebertplatz soll videoüberwacht werden

Laut Polizei ist die Videoüberwachung ein Erfolg. In den vergangenen acht Monaten haben Beamte mithilfe von Videokameras in 300 Fällen Schlägereien, Raubüberfälle oder Drogendeals beobachtet. Sie konnten zügig Streifen an die Tatorte schicken. Nach Angaben der Polizei wurden so 44 Tatverdächtige ermittelt.

Überwachung wird kritisiert

Der Kölner Rechtsanwalt Michael Biela-Bätje wirft der Polizei gegenüber dem WDR am Donnerstag (04.10.2018) vor, die vom Gesetzgeber geforderte wissenschaftliche Auswertung bisher nicht in Auftrag gegeben zu haben. Niemand wisse deshalb, was die Videoüberwachung tatsächlich bringe und ob sie überhaupt notwendig sei.

Ohne diese Untersuchung sei die Überwachung rechtlich aber nicht zulässig. Vor dem Verwaltungsgericht ist noch die Klage eines Kölner Bürgers gegen die Videoüberwachung anhängig.

Stand: 04.10.2018, 08:44

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