Mehr Beschwerden über Postzustellungen

Ein Paketbote der Deutschen Post liefert Pakete und Päckchen aus

Mehr Beschwerden über Postzustellungen

Von Angelika Becker

  • Mehr Beschwerden über Postzustellungen
  • Viel Ärger über fehlerhafte Paketzustellungen
  • Schlichtungsverfahren oft erfolglos

Immer mehr Verbraucher ärgern sich über zu spät zugestellte Post. Bis Mitte Dezember sind für 2019 in der Bundesnetzagentur mehr als 17.000 Beschwerden eingegangen.

Anzahl der Beschwerden seit 2017 stark gestiegen

Der Ärger bei den Verbrauchern ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden. So kamen bei der Bundesnetzagentur 2018 fast 13.000 Beschwerden an, 2017 waren es gerade mal 6.100. Die meisten Kunden ärgerten sich über zu spät oder falsch zugestellte Briefe. Dagegen richteten sich bei der Bonner Behörde mehr als die Hälfte aller Beschwerden.

Ein gutes Drittel betraf den Paketbereich. Verbraucher mahnten Zustellausfälle und auch die nicht versuchte sogenannte Haustürzustellung, das heißt die direkte Paketzustellung beim Empfänger, an.

Mehr Schlichtungsanträge wegen Paketen

Mehr Schlichtungsanträge gab es auch. Mit fast 1.400 ein gutes Drittel mehr als 2018. Hier musste hauptsächlich im Paketbereich vermittelt werden. Die häufigsten Gründe: Verlust, Diebstahl und die Beschädigung eines Pakets.

Allerdings schließt die Mehrheit der großen Paketdienstleister ihre Teilnahme an einem Schlichtungsverfahren in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen aus, so die Bundesnetzagentur. So werde den Kundinnen und Kunden die einzige Möglichkeit genommen, eine gütliche Einigung zu erreichen.

Stand: 30.12.2019, 12:26

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