Coronahilfe: über 200 Anzeigen im Bergischen

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Coronahilfe: über 200 Anzeigen im Bergischen

  • Anzeigen: Betrug mit Corona-Soforthilfen
  • Banken melden verdächtige Kontobewegungen
  • Subventionsbetrug kann zu Haftstrafen führen

Der Wuppertaler Staatsanwaltschaft liegen zur Zeit 225 Anzeigen unter anderem aus dem Städtedreieck und dem Kreis Mettmann wegen Betrugs mit Coronahilfsgeldern vor. Sie kommen hauptsächlich von Banken und Sparkassen. Die Geldinstitute haben laut Staatsanwaltschaft am Mittwoch (22.07.2020) gemeldet, wenn die 9.000 Euro bei Kontoinhaber eingegangen sind, obwohl diese nicht als Gewerbetreibende bekannt waren.

Verdächtige Kontobewegungen

Die Banken wendeten sich auch an die Staatsanwaltschaft, wenn das Geld aus der Soforthilfe schnell auf andere Konten verschoben wurde. So lief es im Falle eines Gastarbeiters, der die Coronahilfe sofort auf das Konto seiner Frau überwies. Da sie das Geld aber direkt an die Landesregierung zurücküberwies, erwartet den Mann keine Strafe.

Offensichtlich "eine allgemeine Notlage"

Für den Wuppertaler Staatsanwalt Tilman Baumert ist der Betrug mit Coronahilfe keinesfalls ein Kavaliersdelikt. Es sei offensichtlich, dass in einem solchen Fall "eine allgemeine Notlage" ausgenutzt worden ist. Das habe so eine gewisse Parallele zum Plündern, so Baumert. Solch einen Subventionsbetrug kann mit Freiheitsstrafen in Höhe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren geahndet werden.

Stand: 23.07.2020, 11:07