Strafbefehle nach Meerbuscher Zugunglück erlassen

Strafbefehle nach Meerbuscher Zugunglück erlassen

  • Amtsgericht Neuss erlässt Strafbefehle
  • Ermittlungen gegen Fahrdienstleiterinnen
  • Zugunglück in Meerbusch mit 41 Verletzten

Vor gut einem Jahr prallte ein Regionalexpress in Meerbusch auf einen Güterzug. Jetzt hat das Amtsgericht Neuss Strafbefehle gegen die beschuldigten Fahrdienstleiterinnen erlassen. Das bestätigte das Gericht am Mittwoch (23.01.2019) gegenüber dem WDR.

Staatsanwaltschaft fordert Geldstrafen

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hatte Geldstrafen in Höhe von 3.000 bzw. 5.000 Euro gegen die beiden Beschuldigten beantragt. Sie ermittelt unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Sollten die Beschuldigten innerhalb von zwei Wochen keinen Einspruch einlegen, werden die Strafen rechtskräftig. Ansonsten wird der Fall vor dem Amtsgericht verhandelt.

Falsche Zugnummern in Meldeanlage eingegeben

Im Dezember 2017 sollen die zwei Fahrdienstleiterinnen in verschiedenen Stellwerken mehrfach falsche Zugnummern in die Meldeanlage eingegeben haben. Dadurch kam es im System zu einem Fehler. So entstand der Eindruck, der Gleisabschnitt, auf dem ein Güterzug unterwegs war, sei frei. In der Folge war ein Regionalexpress auf den Güterzug geprallt. 41 Menschen wurden verletzt, acht von ihnen schwer.

Stand: 23.01.2019, 12:51

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