Tablets zur Videotelefonie für Meerbuscher Seniorenheime

Gründer Duffé mit Kindern und Tablet

Tablets zur Videotelefonie für Meerbuscher Seniorenheime

Von Thomas Kalus

  • Heimbewohner sollen mehr Kontakt zur Familie haben
  • Initiative stellt Tablets zum Skypen zur Verfügung
  • Ehrenamtliche Aktion sucht Sponsoren

Eine Initiative aus Meerbusch ermöglicht Bewohnern von Senioren- und Pflegeheimen in Zeiten von Corona besseren Kontakt zu ihren Angehörigen. Dafür stellt sie den Heimen Tablets zur Verfügung, auf denen bereits ein Programm zur Videotelefonie vorinstalliert ist.

Idee zur Aktion entstand beim Frühstück

Initiator Fabian Duffé kann seine Eltern wegen der Corana-Krise selbst nicht besuchen. Deshalb greift er gerne auf die Möglichkeit zurück, per Videotelefonie ihnen zu kommunizieren. So können er und seine Familie sie wenigstens ab und zu sehen.

Am Frühstückstisch kam uns dann die Idee, Seniorenheime so auszustatten, dass die Bewohner trotz Besuchsbeschränkungen noch Kontakt zu ihren Angehörigen haben können“, erzählt Duffé.

Tablets durch Spendengelder finanziert

„Familie-Sehen.de“ haben Duffé und seine drei Mitstreiter ihre ehrenamtliche Initiative genannt. Auf der gleichlautenden Internetseite können sich interessierte Einrichtungen informieren. Die Geräte werden aus Spendengeldern finanziert.

Der Angehörige vereinbart mit dem Stationspfleger einen Zeitpunkt, zu dem er anrufen möchte. Dann ruft er per Video-Anruf auf dem Tablet an. Der Pfleger braucht nur noch abzunehmen und der Person im Pflegeheim das Tablet hinzustellen.

Nahziel: Alle Meerbuscher Einrichtungen werden ausgestattet

Ostersamstag (11.04.2020) wurde das erste Gerät an die Meerbuscher Caritas-Einrichtung Hildegundis vom Meer ausgeliefert. Dort kommt die Aktion sehr gut an, freut sich Einrichtungsleiterin Lydia Wisner: „Unsere Bewohner finden es toll, über Video mit der Verwandtschaft zu sprechen zu können.

Nach und nach will die Initiative nun alle Senioren- und Pflegeeinrichtungen in Meerbusch mit den Tablets ausstatten. Mittelfristig wird sogar eine Ausweitung nach ganz Deutschland angestrebt. Da für die Tablets und die Internetgebühren viel Geld in die Hand genommen werden muss, ist die Initiative auf Spender angewiesen.

Stand: 14.04.2020, 14:56

Weitere Themen