Giftiges Gas freigesetzt nach Feuer in Meerbusch

Feuerwehrmänner in ABC-Schutzanzügen vor Feuerwehrauto

Giftiges Gas freigesetzt nach Feuer in Meerbusch

Ein eigentlich unspektakulärer Kellerbrand hat gestern zu einem Großeinsatz der Feuerwehr geführt. Das Löschwasser hatte mit einem Pestizid reagiert.

Am Ende hat der Einsatz 18 Stunden gedauert, bis gestern Abend um 19:30 Uhr war die Feuerwehr in Meerbusch beschäftigt. Ursprünglich war sie in der Nacht auf Sonntag wegen eines Kellerbrandes alarmiert worden. Das Feuer war auch schnell unter Kontrolle, allerdings hatte das Löschwasser mit einem phosphorhaltigen Pestizid reagiert, das im Keller gelagert war.

Gas freigesetzt

Dabei wurde giftiges Gas freigesetzt. 20 Menschen wurden zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht, darunter 14 Feuerwehrleute und zwei Polizisten. Sie alle konnten aber wieder entlassen werden.

Feuerwehrleute in Schutzanzügen

Zur Sicherheit hatte die Meerbuscher Feuerwehr Verstärkung angefordert, darunter Spezialkräfte aus Köln und Dortmund. Dadurch wurde die Lage zu einem Großeinsatz. Die Experten rückten mit einem mobilen Labor an, auf der Straße wurden Zelte aufgebaut, die als Schleusen dienten, überall waren Feuerwehrleute in ABC-Schutzanzügen zu sehen.

Umgebung "gewaschen"

Das alles muss auf die Anwohner spektakulär gewirkt haben, das sagt die Feuerwehr selbst. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe aber zu keinem Zeitpunkt bestanden. Der Gefahrstoff wurde durch eine Fachfirma entsorgt, die Feuerwehr hat die Umgebung rund um das betroffene Wohnhaus mit Wasser "gewaschen". Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte vor Ort, darunter auch ein Verpflegungsteam mit Erbsensuppe.

Stand: 25.10.2021, 08:36