Meckenheimer Hauptschule für Arbeit ausgezeichnet

Eine Eingangstür mit dem Graffiti "Der Kiosk" auf einem Plakat

Meckenheimer Hauptschule für Arbeit ausgezeichnet

Von Lina Einenkel

  • Immer weniger Hauptschulen in NRW
  • Geschwister-Scholl-Schule überzeugt bei Qualitätsanaylse
  • 70 Prozent der Meckenheimer Schüler bekommen Ausbildungsplatz

Die Geschwister-Scholl-Hauptschule in Meckenheim hat bei einer Qualitätsanalyse mit Bestnoten abgeschnitten. Die Bezirksregierung Köln hat sie als eine Hauptschule mit den besten Ergebnissen der letzten zehn Jahre ausgezeichnet.

Eigentlich gibt es sie schon gar nicht mehr - Hauptschulen. Mittlerweile ist die Zahl in NRW von etwa 700 im Schuljahr 2005 /2006 auf jetzt knapp 250 geschrumpft. Hauptschüler werden meist in eine Schublade gesteckt und das bringt auch den Schulleiter der Geschwister-Scholl-Schule, Peter Hauck, auf die Palme: "Hartz IV, Assi, Ausländer, alles was da reingehört. Und das haben sie nicht verdient. Wir haben hier tolle Kinder."

Geschwister Scholl Hauptschule wird ausgezeichnet

02:32 Min.

Enge Zusammenarbeit mit Unternehmen

Die Schule pflegt zum Beispiel ein gutes Miteinander  - da gibt es kein Gebrülle auf dem Schulhof und keine Pöbelei. Wichtig ist aber auch die Vorbereitung auf die Arbeitswelt für Schulleiter Peter Hauck: "Wir haben 40 bis 50 Betriebe, die eng mit uns zusammenarbeiten. Und da ist über die Jahre hinweg ein sehr vertrauensvolles Verhältnis gewachsen." Und: Der praxisnahe Unterricht bereitet die Schüler und Schülerinnen auf das Berufsleben vor.

Schulleiter will Hauptschule als solche erhalten

Und das macht sich bezahlt. Ganze 70 Prozent der Schulabgänger erhalten direkt einen Ausbildungsplatz. Woanders sind es 20 Prozent. Auch wenn die Hauptschule zu einer vom Aussterben bedrohten Schulart degradiert wurde - Peter Hauck hat sich in der Vergangenheit schon mehrfach dafür eingesetzt, dass seine Schule auch weiterhin als Hauptschule erhalten bleibt.

Stand: 09.10.2018, 17:01