Galerie Stern: Internationale Tagung im Februar

Max Stern: Auf dem Ananasberg. Das Kaffeehaus “Ananasberg” in Düsseldorf, in der Bildmitte die Ehefrau des Künstlers, Alice Stern.

Galerie Stern: Internationale Tagung im Februar

  • Galerie Stern: Tagung zu jüdischem Kunsthändler im Februar
  • Abgesagte Ausstellung wird im Herbst nachgeholt
  • Ausstellungsabsage hatte international für Kritik gesorgt

Nach der umstrittenen Absage einer Ausstellung über den jüdischen Kunsthändler Max Stern führt die Stadt Düsseldorf nun im Februar eine internationale Tagung zum Leben und Wirken des jüdischen Kunsthändlers durch. Das hat die Stadt am Donnerstag (10.01.2019) bekannt gegeben.

Unter dem Titel "Die Galerie Stern im Kontext des Rheinischen Kunsthandels während des Nationalsozialismus" findet die Tagung im Haus der Universität in Düsseldorf statt. Es sollen sich mehrere internationale Experten mit Vorträgen und Diskussionen zur Thematik beteiligen.

Stern hatte 1937 seine Galerie auf der Kö schließen müssen. Er floh vor den Nazis nach Kanada. Die Erben des Kunsthändlers, drei Universitäten, fordern die Bilder zurück, die Max Stern damals durch die Nazi-Verfolgung verloren gingen.

Zum Umgang mit Raubkunst: das Beispiel Max Stern

WDR 5 Scala - Hintergrund Kultur 28.12.2018 11:51 Min. WDR 5

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Ausstellung soll im Herbst nachgeholt werden

Die abgesagte Ausstellung über das Schicksal des Kunsthändlers soll nach Angaben der Stadt im Herbst 2019 stattfinden. Sie soll ebenfalls von auswärtigen Experten betreut werden.

Die Absage der Ausstellung hatte international hohe Wellen geschlagen und für heftige Kritik - vor allem unter Vertretern jüdischer Organisationen - gesorgt. Auch ausländische Medien wie die New York Times hatten über das Thema im Januar 2018 berichtet.

Stand: 10.01.2019, 18:15

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