Euskirchen will Mastschweine vor Schweinepest schützen

Wildschwein-Horde im Wald

Euskirchen will Mastschweine vor Schweinepest schützen

  • Infizierte Wildschweinkadaver in Belgien gefunden
  • Virus in NRW noch nicht nachgewiesen
  • Für Menschen nicht gefährlich

Die Frage sei nicht ob, sondern wann das Virus über die Grenze nach NRW kommt, heißt es vom Kreisveterinäramt. Das Wichtigste sei nun, zu verhindern, dass sich Mastschweine mit dem Virus anstecken.

Hygienekontrollen werden verstärkt

Deswegen wird jetzt verstärkt auf die Einhaltung der Hygieneanforderungen in landwirtschaftlichen Betrieben geachtet. Mitarbeiter müssen sich in einer Eingangsschleuse komplett desinfizieren und Arbeitskleidung tragen, die vom Betrieb gestellt wird.

Tote Wildschweine werden auf Virus untersucht

Ein Mastschwein steht in seinem Stall.

Mastschweine wie dieses, sind von der Schweinepest bedroht.

Um die mögliche Verbreitung des Virus zu überprüfen, werden nun alle toten Wildschweine, egal ob erschossen oder natürlich gestorben, von Veterinären auf das Virus untersucht. Je schneller die Krankheit erkannt wird, desto eher könne die Infektionskette unterbrochen werden. Waldbesucher, die ein totes Wildschwein auffinden, sollen den Fundort den Behörden melden.

Virus in den letzten Jahren rasant verbreitet

Nur durch menschlichen Einfluss konnte sich die afrikanische Schweinepest in den letzten Jahren in Europa so rasant verbreiten. Das Virus wurde vermutlich über infizierte Lebensmittel aus Osteuropa nach Belgien eingeschleppt. Für Haus-und Wildschweine ist die afrikanische Schweinepest in den meisten Fällen tödlich. Für den Menschen und andere Tiere ist die Krankheit aber ungefährlich.

Stand: 04.10.2018, 18:12