Haftstrafe nach Mord in Brunssumer Heide

Justizia hält Waage und Schwert in ihren Händen, dahinter sieht man blauen Himmel

Haftstrafe nach Mord in Brunssumer Heide

  • Haft und Sicherungsverwahrung nach Morden
  • zwei Opfer nahe deutscher Grenze getötet
  • Verurteilter nur eingeschränkt zurechnungsfähig

Ein Strafgericht im niederländischen Maastricht hat am Donnerstag (30.07.2020) einen Dreifachmörder zu 18 Jahren Haft und Sicherungsverwahrung verurteilt. Er hatte im Mai 2019 drei Menschen erstochen, zwei davon nahe der deutschen Grenze in der Brunssumer Heide in Heerlen.

Das Gericht hält den 28-Jährigen für nur eingeschränkt zurechnungsfähig. Allerdings habe er trotz seiner Wahnvorstellungen auch viele lichte Momente.

Richter: Täter wartete gezielt auf Opfer

Der Richter wies darauf hin, dass sich der Angeklagte zwischen den Taten Zeit zum Überlegen genommen habe, um sich ein großes Fleischermesser zu besorgen, und er gezielt auf die Opfer gewartet habe. Das sei Mord mit Vorbedacht.

Anwalt plädiert auf Unzurechnungsfähigkeit

Der Anwalt des Täters hatte auf völlige Unzurechnungsfähigkeit seines Mandanten plädiert. Der Verurteilte muss jetzt sechs Jahre ins Gefängnis und dann auf möglicherweise unbestimmte Zeit in Sicherungsverwahrung in einer psychiatrischen Klinik.

Stand: 30.07.2020, 17:55