Mehrere Unfälle bei Meerbusch: Fahrer offenbar psychisch krank

Absperrband zeigt einen der Orte, an denen ein Fahrer in Meerbusch Unfälle gebaut hat.

Mehrere Unfälle bei Meerbusch: Fahrer offenbar psychisch krank

Der Mann, der am Samstag auf der A57 und in einem Wohngebiet in Meerbusch-Osterath mehrere Unfälle verursacht hat, ist offenbar psychisch krank. Das haben erste Ermittlungen der Polizei ergeben.

Mehrere beschädigte Fahrzeuge auf der A57 und zwei geraubte Pkw sind die Bilanz des 36-Jährigen aus Essen nach seiner Irrfahrt vom Samstag. Jetzt stellte sich raus: der Mann ist offenbar psychisch krank. Das haben erste Ermittlungen der Polizei ergeben.

Fahrt unter Drogen

Die Beamten konnten den Mann in einem Osterather Wohngebiet überwältigen, er ist derzeit in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Erste Tests hatten bereits ergeben, dass er während seiner Unfallfahrt wohl unter Drogeneinfluss stand.

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft prüft jetzt, inwieweit der Mann überhaupt schuldfähig ist oder ob er bis auf Weiteres in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht wird.

Mehrere Unfälle provoziert

Nordrhein-Westfalen, Meerbusch: Polizei bewacht ein im Zusammenhang mit einem Amok-Alarm sichergestelltes Fahrzeug.

Die Polizei konnte den Mann in einem Wohngebiet überwältigen

Der Autofahrer hatte am Samstag auf der Autobahn 57 bei Meerbusch gegen 14 Uhr mehrere Unfälle provoziert und dabei einen Motorradfahrer leicht verletzt. Die aufeinanderfolgenden Unfälle lösten einen vorsorglichen Amok-Alarm bei der Polizei aus. Bei der Ausfahrt Bovert brachte der Tatverdächtige gewaltsam einen Pkw Mini in seine Gewalt und flüchtete weiter in Richtung des Stadtgebiets von Meerbusch.

In einem Wohngebiet in Osterath soll der Fahrer laut Augenzeugen dann nach einem weiteren Unfall einen Anwohner mit einem Messer bedroht haben. Der Anwohner konnte offenbar in einen Garten flüchten.

Anwohner spricht von "bedrohlicher Lage"

Die Augenzeugen berichteten dem WDR, der Fahrer habe das andere Unfallauto in seine Gewalt gebracht und sei weitergefahren. Wenige hundert Meter weiter in der Nähe des Friedhofs kam es dann offensichtlich zu einem weiteren Unfall. Danach soll der Mann wohl zu Fuß weiter geflohen sein.

Ein Anwohner äußerte sich gegenüber dem WDR betroffen. Bei ihm im Haus hätten alle Fenster aufgestanden und seine Kinder hätten im Garten gespielt. "Das war schon eine bedrohliche Lage", sagte der Mann.

Stand: 08.08.2021, 11:51

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