Bessere Vorbereitung für Kinder-Notfälle gefordert

Eine Gruppe lernt, wie man bei Kindern erste Hilfe leistet.

Bessere Vorbereitung für Kinder-Notfälle gefordert

  • Viele Rettungskräfte sind schlecht vorbereitet
  • Kinder brauchen andere Hilfe als Erwachsene
  • Spezielle Kurse können Kinderleben retten

Der Malteser Hilfsdienst in der Euregio hat am Montag (29.07.2019) in Aachen darauf hingewiesen, dass zu wenige Rettungskräfte wissen, wie man Kindern in Notfällen helfen kann. Selbst viele Sanitäter und Ärzte seien nicht gut vorbereitet.  

Große Unterschiede zu Erwachsenen

Nur in zwei Prozent aller Notfälle sind Kinder betroffen, deshalb haben selbst professionelle Rettungskräfte keine Routine damit. Kinder sind körperlich anders beschaffen als Erwachsene, daher unterscheiden sich auch die Rettungsmaßnahmen. So überstreckt man bei der Beatmung von Erwachsenen den Kopf nach hinten. Bei Kindern würde das die Atmung behindern.

Gute Vorbereitung ist wichtig

Da in Notfällen schnelle Hilfe wichtig ist, ist es auch wichtig, gut darauf vorbereitet zu sein. In speziellen Kursen zeigt das Malteser-Bildungszentrum nicht nur, wie man Kindern richtig hilft, sondern auch, wie man ihre Eltern beruhigt. Denn wenn Mutter, Vater oder andere Bezugspersonen panisch reagieren, gerät auch das Kind in Panik, und das kann zu zusätzlicher Atemnot führen.

Auch Laien sollten einen Kurs besuchen

Die Malteser bieten im ganzen deutschsprachigen Bereich der Euregio Maas-Rhein spezielle Kurse für Kindernotfälle an. Sie empfehlen sie nicht nur professionellen Rettungskräften. Auch für Eltern und andere Laien seien sie sinnvoll.

Stand: 29.07.2019, 14:48