Mönchengladbach: Umweltfreundlicher Maibaum-Brauch

Umweltfreundlicher Maibaum-Brauch in Mönchengladbach

Mönchengladbach: Umweltfreundlicher Maibaum-Brauch

  • Umweltfreundlicher Maibaum-Brauch
  • Bäume werden im Wald geschmückt
  • Angebetete wird zum Waldspaziergang eingeladen

Es ist eine uralte Tradition im Rheinland: In der Nacht zum ersten Mai stellen junge Männer ihrer Liebsten oder ihrem Schwarm eine mit bunten Kreppbändern geschmückte Birke vors Haus. Damit für diesen Brauch keine Birken gefällt werden müssen, hatte der Künstler Norbert Krause eine umweltfreundliche Idee.

Bäume werden nicht gefällt

Gemeinsam mit den Mönchengladbacher Abfall-, Grün-, und Straßenbetrieben hat er die Aktion "Maien gedeihen" gestartet. Die Idee: Der Baum kommt nicht zur Angebeteten, sondern die Angebetete zum Baum.

Dafür bekommt sie eine Klappkarte mit einer Einladung zu einem Waldspaziergang und den Koordinaten des Baumes. Vor Ort steht dann die geschmückte Birke, die für den Brauch nicht extra gefällt werden musste.

Bei der Idee handelte es sich um eine Aktion der Stadt Mönchengladbach, bei dem zehn Bäume "verlost" wurden. Auf Nachfrage sagte ein Sprecher der Stadt am Dienstag (30.04.2019), dass wegen des Umweltschutzes allerdings nicht jeder einfach in den Wald gehen könne, um dort die Bäume mit Krepppapier zu verzieren: "Da sind wir sehr skeptisch."

Uralte Tradition

Üblicherweise bleibt der Maibaum beim typischen Brauch einen Monat vor dem Haus der Liebsten stehen. Beim Abholen gibt sich der Maibaumsetzer zu erkennen und wird belohnt. Nach alter Tradition vom Vater der Angebeteten mit einem Kasten Bier, von der Mutter mit einem Kuchen und vor allem mit einem Kuss der Frau. In Schaltjahren geht’s emanzipiert zu: da dürfen auch verliebte Mädchen ihren Liebsten einen Maibaum setzen.

Stand: 30.04.2019, 12:10