Mängel an neuen Bahnen der Rheinbahn

Eine Straßenbahn mit der Aufschrift Fahrschule steht an einer Haltestelle

Mängel an neuen Bahnen der Rheinbahn

Von Peter Hild

  • Produktionsmängel bei bestellten neuen Bahnen
  • Geplante Taktverdichtung muss entfallen
  • Kritik am Hersteller Bombardier

Die Düsseldorfer Rheinbahn hat zum wiederholten Mal Probleme mit ihrem Fuhrpark. Wegen größerer Produktionsmängel können die bestellten neuen HF6-Bahnen vorerst nicht eingesetzt werden. Damit muss auch eine für Oktober geplante Taktverdichtung auf zwei zentralen Stadtlinien (U75 und U79) ausfallen, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit.

Mängel an Schweißnähten und Türsteuerung

Eine von der Rheinbahn beauftragte Firma habe bei einer Kontrolle die Mängel festgestellt. So gebe es Probleme im Bereich der Schweißnähte sowie mit der Tür- und Trittstufensteuerung. "Der Hersteller Bombardier hatte uns noch vor wenigen Tagen zugesichert, dass wir die Taktverdichtung im Oktober realisieren können", zeigt sich Rheinbahn-Technikvorstand Michael Richarz verärgert.

Richarz geht davon aus, dass die Bahnen durch die Mängel keine Freigabe erhalten. Die Rheinbahn erwartet jetzt von Bombardier eine schnelle und transparente Aufarbeitung des Sachverhalts. Ein unabhängiger Gutachter soll die Bahnen jetzt untersuchen. Das Unternehmen hat bis auf Weiteres die Annahme der neuen Bahnen gestoppt.

Bahnen im Wert von 170 Millionen Euro bestellt

Offenbar bestehen die Mängel aber nicht bei allen neuen Bahnen. Seit dem Frühjahr sind einige von ihnen, die auch von der Aufsichtsbehörde zugelassen wurden, bereits für die Ausbildung der Fahrer im Stadtgebiet im Einsatz. Seit 2015 hat die Rheinbahn insgesamt 59 HF6-Bahnen bei Bombardier bestellt, im Wert von 167 Millionen Euro. 16 der neuen Bahnen waren für die geplante Taktverdichtung im Oktober vorgesehen.

Stand: 14.08.2020, 09:57

Weitere Themen