Tihange: Kritik an Macron wegen AKW-Aktien

Kernkraftwerk Tihange

Tihange: Kritik an Macron wegen AKW-Aktien

  • Aachener Atomkraftgegner kritisieren Macron
  • Frankreich: Größter Einzelaktionär von Tihange-Aktien
  • Proteste bei Karlspreisverleihung geplant

Vor der Karlspreisverleihung werden Forderungen von Atomkraftgegnern in Aachen an den neuen Preisträger Emmanuel Macron laut. Dabei geht es um die Rolle Frankreichs in der Atompolitik.

Macron soll Bevölkerung schützen

Am Tag der Karlspreisverleihung wollen etwa 500 Atomkraftgegner protestierend durch die Aachener Inennstadt ziehen und auf die Situation aufmerksam machen. Im Mittelpunkt stehen die belgischen Riss-Reaktoren Tihange und Doel.

Manuel Macron (1.4.2017)

Französischer Präsident: Emmanuel Macron

Das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie fordert in einem offenen Brief, dass sich Macron mit aller Macht für die sofortige Abschaltung dieser Reaktoren einsetzt. Sie sehen den französischen Staat in der Verantwortung. Er sei der größte Einzelaktionär der Kraftwerke und müsse seinen Einfluss geltend machen, um die Bevölkerung vor atomarer Verseuchung zu schützen.

Das fordern auch die Grünen in Aachen vom designierten Karlspreisträger. Außerdem drängen sie auf ein Umdenken Macrons in der Energiepolitik, nämlich weg von der Atomenergie.

Stand: 07.05.2018, 11:09