A40: Lkw-Fahrer im Überschlagssimulator

Die Fahrerkabine eines LKW dreht sich über Kopf

A40: Lkw-Fahrer im Überschlagssimulator

Von Dominic McVey

  • Polizei kontrolliert Lkw-Fahrer an der A40
  • Trucker werden über Fehlverhalten informiert
  • Aufklärung mit Überschlagssimulator

Handy am Steuer, zu wenig Schlaf, zu viel Promille: Es gibt zahlreiche Gründe, warum Lkw-Fahrer die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlieren und schwere Unfälle verursachen. Damit dies künftig seltener geschieht, hat die Polizei Düsseldorf am Donnerstag auf einem Parkplatz an der A40 Aufklärung geleistet – unter anderem mit einem Lkw-Überschlagssimulator.

Aufklärung für Trucker

Polizisten kontrollieren einen LKW

Auf einem Parkplatz kontrollierten die Polizisten die Sicherheit der LKW.

Reges Treiben auf dem Parkplatz Neufelder Heide an der A40. Zwischen den Anschlussstellen Neukirchen-Vluyn und Kerken hat die Polizei eine Kontrollstelle eingerichtet. Immer wieder ziehen die Beamten Lkw aus dem Verkehr. Diesmal geht es aber nicht darum, Sünder zu erwischen und zur Kasse zu bitten, sondern die Trucker aufzuklären.

"Wir wollen hier kein Geld machen, sondern Lkw-Unfälle verhindern", sagt Polizeisprecher André Hartwich. Das Thema Sicherheit soll sich bei den Lkw-Fahrern herumsprechen, damit diese in ihren Cockpits künftig alles richtig machen. Anhand eines Lkw-Überschlagssimulators, eines sogenannten Gurtschlittens, sowie eines Abstandssimulators wolle man den Berufskraftfahrern zeigen, welche verheerenden Folgen ihr Fehlverhalten haben kann.

Karussellfahrt im Lkw-Überschlagssimulator

Polizisten kontrollieren den Laderaum eines  LKW

Auch die Ladung der LKW prüfte die Polizei sorgfältig.

Einer der Trucker, die über die Gefahren im Straßenverkehr aufgeklärt werden sollen, ist Achmedov Aynur. Von einer Streife wird der Bulgare von der A40 auf den Parkplatz gelotst. Nachdem die Polizei Papiere, Lkw und Tiefkühlfleisch-Ladung kontrolliert hat, darf Aynur die technischen Highlights ausprobieren: Beim Crash-Test rast er im Gurtschlitten gegen eine Wand, im Lkw-Überschlagssimulator dreht er ein paar Seitwärts-Salti im Cockpit - natürlich ebenfalls angeschnallt.

Beides Aktionen, die "ohne Gurt zu 80 Prozent tödlich enden würden", so Jürgen Schöbel, Verkehrsmoderator von der Berufsgenossenschaft Verkehr. Gefährlich seien aber auch "die ganzen Sachen, die in so einem Lkw-Cockpit rumliegen und bei einem Unfall zu tödlichen Geschossen werden können". Viele Trucker würden nach dem Test erstmal ihr Cockpit aufräumen.

Klar Schiff im Cockpit

Auch Achmedov Aynur wird nach den Tests wohl erstmal klar Schiff im Cockpit machen. Ein wenig schwindelig läuft er zurück zu seinem Lkw, steigt ein und steuert seinen fahrbaren Arbeitsplatz wieder zurück auf die A40. Und das hoffentlich ausgeschlafen, nüchtern und ohne Handy am Ohr.

Stand: 21.06.2018, 16:57